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Pirna, Markt 16

Aus Deckenmalerei-Lab
Hertzig, Stefan:Pirna, Markt 16, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2023, URL: www.deckenmalerei.eu/358cf91f-d1dd-4cc7-84aa-5cbfb66ac83f

Inventarnummer: cbdd20056

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Der Text dieses Artikels steht – ausgenommen Abbildungen – unter der Lizenz CC BY 4.0. Dieser Artikel ist lediglich eine Kopie der Originalveröffentlichung auf deckenmalerei.eu und kann veraltet sein; maßgeblich ist die dortige Originalfassung.

Das Eckhaus Markt 16 ist ein spätgotischer Bau mit gekoppelten Fenstern, abgewalmtem Satteldach und einer 19. Jahrhundert Aufstockung. Im Raum im 1. Obergeschoss befindet sich eine dekorativ bemalte Holzbalkendecke aus den Jahren 1650-1680.

Pirna, Markt 16
Pirna, Markt 16

Das Bauwerk

Pirna, Markt 16

Das Eckhaus Markt 16 ist ein spätgotischer, später mehrfach veränderter Bau. Das Hauszeichen mit der Darstellung der Jonageschichte ist mit „1589“ bezeichnet. Der dreigeschossige Bau, der zum Markt hin zehn-, zur Badergasse sechsachsig ist, weist teilweise gekoppelt vorliegende Fenster mit glatten Gewänden auf. Das abgewalmte Satteldach ist mit Schleppgaupen, sowie auf der linken Seite zum Markt hin mit einer sechsachsigen Aufstockung aus dem 19. Jahrhundert versehen.[1]

Die Decke

In einem repräsentativen Raum im ersten Obergeschoss des Hauses befindet sich eine Holzbalkendecke, die wohl zwischen 1650–80 dekorativ bemalt worden war. Die großen Trägerbalken sind in einem bläulichen Ton, der auch an der Decke selbst immer wieder erscheint, marmoriert bemalt. Dort werden durch profilierte Leisten unterschiedlich breite Felder voneinander geschieden. Die schmalen sind innerhalb weiß gehaltener Profilstäbe in einem kräftigen Rotton marmoriert. Die breit umrandeten Hauptfelder sind indes mit zahlreichen, stark ineinander geschlungenen Blattranken bemalt, denen mittels weißer Höhungen ein plastischer Charakter verliehen wurde. Durch kleine vergoldete Blüten oder Punkte werden in der Mitte dieser Felder schließlich noch kräftige Akzente gesetzt.[2]

Bibliographie

  • Dehio, Handbuch, 1996 – Dehio, Georg: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen I. Regierungsbezirk Dresden, München/Berlin 1996.
  • Ingo, Die Bemalung, 2006 – Ingo, Sandner: Die Bemalung historischer Holzdecken in Pirnaer Bürgerhäusern – Funde seit 1990, in: Pirnaer Hefte. Beiträge zur Stadt- und Regionalgeschichte, Baugeschichte und Denkmalpflege, 6 (2006), S. 23–45.

Einzelnachweise

  1. Dehio, Handbuch, 1996, S. 705.
  2. Ingo, Die Bemalung, 2006, S. 41.