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Lüneburg, ehem Untere Ohlingerstraße, zwei Deckenfragmente

Aus Deckenmalerei-Lab
Laß, Heiko:Lüneburg, ehem. Untere Ohlingerstraße, zwei Deckenfragmente, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2026, URL: www.deckenmalerei.eu/f59d3512-0247-4667-8fed-2d03f974958f

Inventarnummer: cbdd20389

Lage: Auf OpenStreetMap anzeigen

Der Text dieses Artikels steht – ausgenommen Abbildungen – unter der Lizenz CC BY 4.0. Dieser Artikel ist lediglich eine Kopie der Originalveröffentlichung auf deckenmalerei.eu und kann veraltet sein; maßgeblich ist die dortige Originalfassung.

Aus der Unteren Ohlingerstraße haben sich zwei Malereifragmente vom Anfang des 18. Jahrhunderts erhalten, die das Hohelied Salomons und das Große Gloria visualisieren. Sie befinden sich heute im Museumsdorf Hösseringen.

Zwei Deckenfragmente aus der Unteren Ohlingerstraße

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Aus einem unbekannten Gebäude in der Unteren Ohlingerstraße in Lüneburg stammen zwei Fragmente von Holzbalkendecken mit insgesamt 13 Brettern von 1,2 bis 1,65 Metern Länge und 0,17 bis 0,28 Metern Breite. Sie waren ehemals durch Nut und Feder miteinander verbunden und lassen sich zu zwei Motiven zusammensetzen. Sie werden heute im Depot des Museumsdorf Hösseringen verwahrt. Im Jahr 2007 hat Annett Steinert in ihrem Katalog auf die Malerei verwiesen.[1]

Beschreibung

Tatsächlich handelt es sich nicht um den Rest einer Stubendecke, [1] sondern um Fragmente von unterschiedlichen Decken.

Freundschaft

Ikonographie

Das größere Fragment zeigt in Rankenwerk mit Früchten und Blumen eine Kartusche aus Beschlag- und Schweifwerk. Sie nimmt gegenständliche Malerei mit einem erläuternden Schriftzug unter dem Bild auf. Zu sehen sind zwei Freunde, die sich Arm in Arm liegen. Der Text stammt aus dem Hohelied Salomons (2,16) und lautet: „Mein Freund ist mein und ich bin sein, der unter den Ro[se]n weidet“. Die Malerei ist insgesamt stark in Mitleidenschaft gezogen. Stilistisch ist sie aufgrund der Ansätze von Bandelwerk auf die Zeit kurz nach 1700 zu datieren.

Ehre sei Gott in der Höhe

Ikonographie

Das kleine Fragment zeigt zwei Engel, die ein beschriftetes Tuch vorzeigen. „Ehre sei Gott in der Höhe, Friede auff Erden und den Menschen ein Wollgefallen.“ Ferner halten sie je ein Schriftband. Auf diesen steht: „Geloria [in]“ und „Excelsis Deo“. Über dem Tuch ist ein Cherubimkopf gemalt, während sich unten ein weiterer Engel aufstützt.

Bibliographie

  • Archivalien:
  • Steinert, Katalog, 2007. – Steinert, Annett: Katalog der Decken- und Wandmalerei in Lüneburg, Gotha 2007.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Steinert, Katalog, 2007.