Herringhausen, Haus Herringhausen
Inventarnummer: cbdd10227
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In der Eingangshalle von Haus Herringhausen findet sich an der Decke eine überstrichene perspektivische Malerei.

Haus Herringhausen

Lage
Haus Herringhausen[1] steht nördlich der gleichnamigen Ortschaft. Es ist zusammen mit Garten und Wirtschaftshof von einem Graben umgeben.
Baugeschichte
Leopold Wilhelm Anton von Schorlemmer ließ ab 1720 einen Neubau nach Plänen von Justus Wehmer erbauen. Bei seinem Tod 1730 war das Haupthaus vollendet, aber noch nicht gänzlich ausgestattet. Später folgten die Wirtschaftsbauten und Pavillons, die eine offene Dreiflügelanlage nach Süden gestalteten, wobei das Torhaus aber im Osten steht. 1968–1973 wurde Haus Herringhausen restauriert.
Baubeschreibung
Der querrechteckige zweigeschossige Bau unter Mansardwalmdach misst 40,6 auf 14,65 Meter. Elf Fensterachsen gliedern die Hof- und Gartenseite, die drei mittleren sind jeweils unter einem übersiedelten Mittelrisalit zusammengefasst. Der Bau ist nur vier Achsen tief. An den Seiten sind beiden mittleren Achsen zu je einem Risalit zusammengefasst.
Das Haus wird über eine mittige zweiarmige Freitreppe betreten. Auf das zentrale Vesitibül folgt links ein Treppenhaus und rechts eine Raumfolge. Es gibt keinen Gartensaal.
Die Deckenmalerei im Vestibül
Das Vestibül hatte ein barockes „Ausmalungssystem“, das 1976 entdeckt wurde.[2] In der Mitte der Decke befand sich ein „amüsantes perspektivisches Motiv“, das fotografisch dokumentiert und anschließend wieder überstrichen wurde. Die Fotografien zeigen einen gemalten hohen Schacht, an dessen Ende sich ein gegenständliches Bild befand, das bereits 1976 weitgehend zerstört war, da man offenbar ein Kabel für eine Deckenlampe durch die Malerei unter Putz gelegt hatte.
Bibliographie
- Literatur:
- Dehio, Westfalen, 2011. – Dehio, Georg: Nordrhein-Westfalen II. Westfalen (Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler). München/Berlin 2011.
- Püttmann, Wehmer, 1986. – Püttmann, Klaus G.: Die barocken Schloßbauten Justus Wehmers in Westfalen. Zu Bedingungen und Wegen in der Architekturrezeption (Denkmalpflege und Forschung in Westfalen Bd. 13). Bonn 1986.
- Westfalen 56 (1978). – Westfalen. Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde 56. Münster 1978.