Heilbad Heiligenstadt, ehem Kurfürstliche Landschreiberei
Inventarnummer: cbdd20252
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Im Obergeschoss haben sich in einem heute unterteilten Raum Reste einer Deckenmalerei mit Vögeln und Blumengirlanden sowie Erdteilallegorien erhalten.

Die ehem. Kurfürstliche Landschreiberei in Heilbad Heiligenstadt

Kurzbeschreibung und Lage
Die ehemalige Landschreiberei[1] des Kurfürstentums Mainz im Eichsfeld liegt zentral am Fuße des Stiftsbergs mit dem ehemaligen landesherrlichen Schloss – an der Westseite der Göttinger Straße.
Bau-, Ausstattungs- und Nutzungsgeschichte
Das Gebäude wurde bis 1742 nach einem großen Stadtbrand am 11.3.1739 errichtet. Es diente der Landschreiberei als Archiv zur Aktenlagerung.[1]
Beschreibung
Der traufständige zweigeschossige Fachwerkbau mit Bruchsteinwänden hat ein Satteldach.
Raum
Bau- und Ausstattungsgeschichte
Der Raum wurde 1740-42 erbaut und zu einem unbekannten Zeitpunkt durch eine Wand unterteilt.
Beschreibung
Der Raum befindet sich im Obergeschoss und ist heute zweigeteilt.
Decke/Wand
Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte
Die Stuckdecke ist zusammen mit dem Haus 1740/42 entstanden. Im nördlichen Raum ist die Malerei heute überstrichen, im südlichen teilweise sichtbar und schwer beschädigt.
Beschreibung und Ikonographie
Ein kräftiges Stuckband rahmt die Decke. Es ist an den Ecken eingezogen. Hier sind Kartuschen mit Muschelwerk zu sehen. Das Mittelfeld nimmt am Rand auf jeder Seite einen Vogel auf. Diese halten in ihren Schnäbeln Blumengirlanden und stehen teilweise auf kleinen Tischen, was von Grotesken entlehnt zu sein scheint. Es handelt sich um einen Pfau und einen bisher nicht bestimmten Vogel. In die Kartuschen sind Erdteilallegorien gemalt. Zu sehen sind Afrika mit einem Elefantenkopf auf dem Haupt sowie Amerika mit einer Federkrone. Europa und Asien sind verdeckt.
Schrift- und Bildquellen
Die Malerei erinnert stark an die zeitgleich entstandene im westlichen Raum des Reichshofs in Heilbad Heiligenstadt. Das betrifft die Gestalt des Pfaus, das Motiv der von Vögeln gehaltenen Festons und die Platzierung von Erdteilallegorien in den Ecken der Decke.[2]
Bibliographie
- Literatur:
- Dehio, Thüringen I, 2025. – Dehio, Georg: Thüringen I (Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler). Bearbeitet von Stephanie Eißing, Franz Jäger und anderen; überarbeitet und erweitert von Kerstin Vogel und anderen. Berlin/Boston 2025.
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Dehio, Thüringen I, 2025, S. 317.
- ↑ https://www.deckenmalerei.eu/397c7539-9a61-488c-a2a9-9253b7930887#07a589d9-a8ae-48e3-9fe2-990175c59b2d.