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Arnstadt Oberndorf, ehem Lustschloss Augustenburg

Aus Deckenmalerei-Lab
Laß, Heiko:Arnstadt-Oberndorf, ehem. Lustschloss "Augustenburg", in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2024, URL: www.deckenmalerei.eu/36ee4e50-c810-11e9-926e-ffd9c599064a

Inventarnummer: cbdd10026

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Das 1700-10 erbaute Schloss wurde bereits 1766 abgerissen. Die wenigen zeitgenössischen Beschreibungen erlauben keine Rekonstruktion der nachweisbaren Fresken und Malereien.

Das ehemalige Schloss Augustenburg in Arnstadt-Oberndorf

Das ehemalige Lustschloss

In den Jahren 1700-10 wurde für Auguste Dorothea von Schwarzburg-Arnstadt aus dem Hause Braunschweig-Lüneburg (Wolfenbüttel) in Oberndorf (heute zu Arnstadt) anstelle eines Fasanenhauses mit Wohnmöglichkeit durch den Architekten Johann Moritz Richter das nach der Baufrau benannte Schloss Augustenburg errichtet.[1] Im Gegensatz zur oft vertretenen Ansicht handelte es sich nicht um den Witwensitz, sondern um ein Lustschloss der Fürstin. Als Witwensitz sollte Keula dienen. Da diese Anlage zu ihren Lebzeiten jedoch nie bezugsfertig wurde, musste Auguste Dorothea nach dem Tod ihres Gatten in ihrem eigenen Schloss wohnen.

Auguste Dorothea starb am 11. Juli 1751 und das Schloss gelangte an Herzog Karl zu Braunschweig und Lüneburg (Wolfenbüttel). 1765 waren die Gebäude im Garten z. T. schon baufällig, 1766 wurde das Schloss auf Abbruch verkauft und niedergelegt.

Die verlorene Malerei

Das konkrete Aussehen der Innenräume und ihre Ausstattung sind unbekannt. Schriftliche Überlieferungen beschreiben ein Haupttreppenhaus im Mittelbau mit „gemalter Architektur“. Die Wände im Erdgeschoss sollen mit korinthischen Pilastern und Statuennischen bemalt gewesen sein. Nach Gregorii soll das weitläufigste Gemach ein großer Saal gewesen sein, der eine Decke mit freskierten Wappen und Gemälden besaß.[2]

Bibliographie

  • Literatur:
  • Apfelstedt, Heimathskunde, 1856. – Apfelstedt, Heinrich F. Th.: Heimathskunde für die Bewohner des Fürstenthums Schwarzburg-Sondershausen. Sondershausen 1856.
  • Hesse, Augustenburg, 1941. – Hesse, Ludwig Friedrich: Das Lustschloß Augustenburg. In: Thüringen und der Harz 5 (1941), S. 169-172.
  • Laß, Lustschlösser, 2006. – Laß, Heiko: Jagd- und Lustschlösser. Kunst und Kultur zweier landesherrlicher Bauaufgaben. Dargestellt an thüringischen Bauten des 17. und 18. Jahrhunderts. Petersberg 2006.
  • Scheidt, Stadtbild, 2000. – Scheidt, Helga: Das Stadtbild Arnstadts um 1700 und die Augustenburg. In: Klein, Matthias (Red.): Johann Sebastian Bach und seine Zeit in Arnstadt. Rudolstadt/Jena 2000, S. 49-61.
  • Wiegand, Augustenburg, 1939. – Wiegand, Fritz: Zur Geschichte der Augustenburg. In: Alt-Arnstadt 12 (1939), S. 44-57.
  • Quellen:
  • Gregorii, Thüringen, 1711. - Gregorii, Johann Gottfried: Das jetzt florierende Thüringen in seinen Durchlauchtigsten und Ruhmwürdigsten Häuptern. Erfurt 1711.

Einzelnachweise

  1. Laß, Lustschlösser, 2006, S. 74, 280-281; Scheidt, Stadtbild , 2000, S. 55-59; Wiegand, Augustenburg, 1939, S. 44-57; Hesse, Augustenburg, 1941; Apfelstedt, Heimathskunde, 1856, S. 134-136.
  2. Gregorii, Thüringen, 1711, S. 181-184.