Westerham, Filialkirche St. Johannes der Täufer
WESTERHAM
Filialkirche, Pfarrei Willing (Pfarrverband St. Georg Bad Aibling), Stadt Bad Aibling, Erzdiözese München und Freising; z.Z. der Ausmalung Nebenkirche der Pfarrei Aibling. Westerham bildete zusammen mit Willing eine Kooperatur von Aibling und führte mit Willing gemeinsame Rechnung. Besondere Verehrung genossen die Wetterheiligen Johannes und Paulus: an ihrem Fest am 26.6. wurde eine Bittprozession nach Westerham abgehalten, Gericht Aibling
Patrozinium: St. Johannes der Täufer
Zum Bauwerk: Kleiner romanischer Tuffquaderbau, 131 erstmals erwähnt. Im 15. Jh. wurde die Kirche etwas erhöht und eingewölbt, die Fenster verändert und der Turm gebaut. Altar spätes 17. Jh. Umgestaltung des bescheidenen Kirchlein (Schmidt: »Ecclesia haec exiguae structurae«) in der Mitte des 18. Jh. mit Abschlagen der Gewölberippen und Ausmalung. Datum am Chorbogen 1751. Als die Kirche 1803 abgerissen werden sollte, kauften sie die Einwohner von Westerham wegen der in ihr gestifteten Gottesdienste. Bei der Renovierung 1882 erhielt sie ein neues Gestühl.
Kleiner Saal ohne Gliederung, das Gewölbe synkopisch verschoben; Empore im W, ein Fenster im N, zwei im S. Eingezogener Chor zu zwei Jochen mit dreiseitigem Schluß; zwei Fenster im S, eins in der südlichen Schlußschräge.
Auftraggeber: In der Kirchenrechnung ist die Ausmalung nicht abgerechnet. Es dürfte sich um eine Stiftung handeln, sei es von der Gemeinde, wie 1750 bei der Ausmalung der Schwe sterkirche Willing (S. 556), oder von Einzelpersonen. Pfarrer von Aibling war Joseph Eisenreich (1738–55), für den Gaill auch ein Altärchen faßte und die Dekoration zur Beerdigung malte. Kooperator für Westerham und Willing war Alexander Joseph Streiter (1750–57), der spätere Pfarrer von Irschenberg (1759–97), unter dem die Irschenberger Filialen Alb, Frauenried und Wilparting ausgemalt wurden (CBD Bd 2, S. 447-50, 497-502, 628-33).
Autor und Entstehungszeit: Johann Georg Gaill (* 1721 Friedberg † 1793 Aibling) 1751. Signatur in A joa. georg gaill pinxit. 1751.
Die Ausmalung von Westerham ist die erste bekannte Freskierung Gaills und zugleich eine der am besten erhaltenen und reizvollsten. Im Vergleich mit anderen Werken (Högling 1758 S. 263; Marktkirche in Aibling 1769, S. 82) wird deutlich, daß Gaill zu dieser Zeit - vor der Ausstattung der Pfarrkirche Aibling und Berbling durch die Zimmermann-Werkstatt 1756 - noch nicht von Johann Baptist Zimmermann bzw. von dessen Schüler Martin Heigl beeinflußt war. Die Emporenbrüstungs bilder, im Jahr vorher entstanden, können Gaill mit Sicherheit zugewiesen werden; Datum an der mittleren Tafel 1750.


Befund
Träger der Deckenmalerei: LHs (A und B) und AR (C) Stichkappentonne; im LHs sind die Stichkappen gegeneinander versetzt
Rahmen: A, B und C in C-Bogen geschwungene einfache Stuckprofile; 1–8 gemalte Rocaillekartuschen
Technik: Fresko; polychrom
Maße: A Höhe 5,70 m; 2,45 x 2,10
B Höhe 5,70 m; 2,85 × 2,40
C Höhe 5,60 m; 2,90 x 2,20
Erhaltungszustand und Restaurierungen: Bei einer Innenrestaurierung 1883 wurden die barocken Ornamentmalereien mit Leimfarben »in neuromanischer bzw. neugotischer Manier übergangen«. Bei der nächsten Innenrestaurierung 1944 wurden diese Übermalungen durch Georg Hilz, Bad Aibling, so gut wie möglich abgenommen. Ab 1966 bemühte man sich vergebens um eine Sanierung des baufälligen Kirchleins, bis 1975 das Dach einzustürzen drohte. 1976 wurden die nötigen Baureparaturen ausgeführt. Nach einer weiteren Außenrenovierung 1996 wurde das Innere 1999 durch Alois und Michael Stein aus Inzell untersucht: Es stellte sich heraus, daß die Deckenbilder selbst nie übermalt waren und sich praktisch im Originalzustand befanden. Ausdrücklich wurde festgestellt, daß es sich bei der gesamten Ornamentmalerei um originale Malerei des 18. Jh. handle (andernfalls würde man Ergänzungen und Zutaten von Hilz annehmen, z.B. bei der Bemalung der Stichkappen im Chor). Sie war von Hilz 1944 zwar abgewaschen worden, aber Reste der Leimmalerei von 1883 befanden sich »partiell noch über den originalen Malereien der Barockzeit«. Bei der Innenrestaurierung 2000 wurden die Deckenbilder durch Alois und Michael Stein gereinigt und von einem »darüberliegenden Grauschleier« befreit, die Ornamentmalerei vollends freigelegt und schadhafte Stellen retuschiert. Die Deckenbilder sind sehr gut erhalten.

Beschreibung und Ikonographie
Um die beiden LHs-Fresken A und B zieht sich eine gemalte Girlande, die wie an den Spitzen der Stichkappen befestigt angeordnet ist. Die Stichkappen selbst sind in goldockerfarbenem Brokatmuster bemalt. Die Decke des AR ist mit Brokatmuster in Rot und Gold bemalt, die Stichkappen mit gelängten Rocaille-Ornamenten. Im Westen von Chorfresko C befindet sich eine Inschriftkartusche (s.u.), im Osten, über dem Altar in einer Lichtglorie das Auge Gottes im Dreieck mit der Inschrift Heilig / Heilig / Heilig. An den Gewölbezwickeln zwischen den gegeneinander versetzten Stichkappen des Kirchenschiffs im LHs befinden sich vier Bildkartuschen; das Chorfresko C ist von zwei Doppelkartuschen flankiert. Die drei Hauptbilder (A, B und C) sowie vier Nebenbilder (1-4) sind dem Kirchenpatron Johannes dem Täufer gewidmet, vier Nebenbilder (5–8) dem Nebenpatron Johannes Evangelist. Die Kirche hat einen Altar, Johannes dem Täufer und Johannes dem Evangelisten geweiht.
Johann Georg Gaill bevorzugt als Bildschauplätze hübsche Landschaften, wo er den Blick gern in die Tiefe führt, zum Gebirge unter dem aufgelichteten Himmel. Diese Landschaften sind in Aufsicht gegeben, nach den Gesetzen der Zentralperspektive – eine Ausnahme bildet in Fresko B nur die im

Mittelgrund jäh nach hinten abbrechende Wiese. Auch in der Darstellung von Figuren versucht Gaill kaum je, mit Untersichten und Verkürzungen zu arbeiten. Er ist kein routinierter Deckenmaler, aber trotz mancher Unbeholfenheiten haben seine Bilder in ihrer Volkstümlichkeit, hellen Farbigkeit und sorgfältigen Ausführung großen Reiz. Gaill, der eine Kuppel (Neukirchen) oder ein ausgedehntes Bildfeld (Gotzing, Kleinpienzenau; alle Lkr. Miesbach) nur mühsam bewältigte, zeigt sich in kleinen Bildern wie hier in Westerham oder in Högling von seiner besten Seite. Interessant ist dabei, dass bei den Bildern, die als »gelungen« erscheinen, das Größenverhältnis zwischen Figuren und Szenerie nicht »richtig« ist; die Figuren sind im Verhältnis viel zu groß. Daher kommt vielleicht die naive Eindringlichkeit und Unmittelbarkeit seiner Bilder. Obwohl Gaill wenig eigentliche Buntfarben einsetzt, wirken seine Fresken doch farbig, weil er die Farbakzente geschickt vor den fein abgestuften Grüntönen der Landschaftsszenerien setzt. Der Johannes-Zyklus in Westerham ist verhältnismäßig ausführlich. Er beginnt mit der Geburt durch Elisabeth (r), die in den Evangelien nur kurz erwähnt wird: »Für Elisabeth aber war die Zeit der Geburt erfüllt, und sie gebar einen Sohn« (Lc 1,57), ebenso wie der Aufenthalt des Knaben in der Wüste (2), eine selten dargestellte Szene: »Das Kind wuchs auf und wurd stark im Geist. Und er lebte in der Wüste bis zu dem Tage, der zu Israel gesandt werden sollte« (Lc 1,80). Seine Bußpredigt in der Judäischen Wüste (B), wo er großen Zulauf von Menschen hatte, die kamen, um ihre Sünden zu bekennen und mit dem Wasser des Jordan getauft zu werden, sowie die Taufe Jesu im Jordan (C) sind die am häufigsten dargestellten Johannes-Szenen. Dem damaligen König von Galiläa, Herodes Antipas, Sohn Herodes’ des Großen, machte Johannes Vorhaltungen wegen seiner nicht rechtmäßigen Ehe mit Herodias, der Frau seines Bruders (3), worauf Herodes ihn zwar ins Gefängnis werfen ließ (4), aber zunächst nicht wagte, ihn zu töten, »weil er wusste, dass er ein gerechter und heiliger Mann war« (Mc 6,20). Bei einem Fest tanzte Salome, die Tochter der Herodias, vor dem König, was ihm so sehr gefiel, dass er schwor, ihr zu schenken, was immer sie wolle. Salome erbat auf Anstiften ihrer Mutter das Haupt des Täufers. So ließ Herodes Antipas Johannes in seinem Gefängnis enthaupten (A). Salome brachte das Haupt auf einer Schüssel ihrer Mutter.
A ENTHAUPTUNG JOHANNES DES TÄUFERS (Mc 6,21–28) Ansicht nach W. Ein Kerkerraum mit Quadermauerwerk, vergittertem Fenster und Kette bildet den Schauplatz. Auf einer dunklen Vordergrundsrampe kniet der Henker, vor ihm liegt der enthauptete Leib des Täufers. Links steht Salome, die das Haupt bereits auf ihrer Schüssel liegen hat. Ein Jüngling in höfischer Kleidung rechts beobachtet die Szene. Überschrift: Et attulit caput in disco. Marc. C.6 V.28. (Mc 6,28).

B PREDIGT JOHANNES DES TÄUFERS AM JORDAN (Mt 3,1-4 u.Par.) Hinter einer kleinen, grasbewachsenen Rampe fällt der Boden nach hinten jäh ab, sodass die Hintergrundsfiguren zum großen Teil überschnitten sind. Johannes der Täufer steht vor einem hochragenden Baum, die Rechte erhoben, in der Linken den Kreuzstab mit dem Fähnchen ECCE AGN(us) DEI haltend. Seine Zuhörer drängen sich unter Palmen: eine Mutter mit Kind, im Vordergrund gelagert, sowie vier bärtige Männer. Aus dem Hintergrund, wo Berge aufragen, kommt eine große Schar von Zuhörern heran. Unterschrift in einer gemalten Kartusche am Ostrand des Bildes: Praedicans / Baptismum / Poenitentiae / luc.3. V.3 (Lc. 3. 3)
C TAUFE CHRISTI (Mt 3,13–17 u. Par.) Im Zentrum des Chorfreskos steht Jesus im Fluß Jordan, das Haupt von einem Strahlennimbus umgeben, bekleidet nur mit einem Lendenschurz. Johannes der Täufer, in härenem Gewand, den Stab in der Hand, kniet auf einem kleinen Felsen am schilfbewachsenen Ufer und gießt Wasser über das Haupt Christi. Ein Engel hält das Trockentuch, ein weiterer Engel und Putten sind in den Wolken dargestellt, wo die Taube des Heiligen Geistes in einer Strahlenglorie erscheint. In der gemalten Kartusche über dem Bild steht Ego / quidem aqua / Baptizavi [baptizo] vos / luc.3. 16 (Lc 3,16), Worte Johannes des Täufers: »Ich taufe euch mit Wasser. Doch es kommt einer, der stärker ist als ich. Nicht einmal die Schuhriemen zu lösen, bin ich gut genug. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen«.
I-4 SZENEN AUS DEM LEBEN JOHANNES DES TÄUFERS Die Bilder in den Kartuschen der Südseite (Bild 1 und 2 in der Doppelkartusche im Chor, 3 und 4 im Schiff) zeigen Szenen aus dem Leben des Täufers. Darunter befinden sich Schriftbänder mit Inschriften. Zählung chronologisch von Ost nach West.
I GEBURT DES TÄUFERS (Lc 1,57) In einem baldachinüberspannten Wochenbett liegt Elisabeth. Ein Mann (Zacharias?) kniet im Vordergrund in einem Betstuhl. Eine TERHAM


Magd wiegt das Kind. Dieses Kind vom Herrn erwählt / Sein kommen zu künden der Welt.



oft – auch umgekehrt – der Fall ist. Die Szenen sind chronologisch gezählt, von Ost nach West.
WESTERHAM
2 JOHANNES DER TÄUFER ALS KIND IN DER WÜSTE (Lc 1,80) Der Knabe Johannes, über dessen Kopf ein Heiligenschein schwebt, ist unter hohen Bäumen dargestellt. Vom Geiste Gottes getrieben / Tut Johannes die Einsamkeit üben.
3 JOHANNES DER TÄUFER VOR HERODES (Mc 6,18; Lc 3,19) Vor den Stufen eines Thrones mit Baldachin steht Johannes der Täufer mit dem Kreuzstab und spricht zu König Herodes, der vor ihm auf dem Thron sitzt. Still! Johann! waist ja wie so fest / die Wahrheit sey bey Hoff verbast.
4 JOHANNES DER TÄUFER IM KERKER (Mc 6,20; Lc 3,20) Johannes sitzt auf einem Stein im Kerker; er ist gefesselt und legt seine Rechte auf sein Herz. Über ihm schwebt ein Heiligenschein. Sein Kreuzstab liegt auf den Stufen, die zur Kerkertür führen. Das Laster obsieget / Die Unschuld hier liegt.
5-8 SZENEN AUS DEM LEBEN JOHANNES DES EVANGELISTEN Die Bilder der Kartuschen an der Nordseite mit den Unterschriften (Bild 5 und 6 in der Doppelkartusche im Chor, 7 und 8 im Schiff) beschäftigen sich mit dem Evangelisten Johannes, dem Nebenpatron in Westerham. Er ist ins Johannes-der-Täufer-Programm miteinbezogen, wie es oft – auch umgekehrt – der Fall ist. Die Szenen sind chronologisch gezählt, von Ost nach West.
5 LETZTES ABENDMAHL (Jo 13,23) In einem Raum mit Draperie und Hängelampe sitzt Jesus mit den Jüngern am Abendmahlstisch. Einer der Jünger (»den er liebte«, nach der Tradition Johannes) hat sein Haupt an die Brust Jesu gelegt. Es setze mein Fleisch, trinket mein Blut / mit wahrer Andacht und Herzensglut.
6 JOHANNES UND MARIA UNTER DEM KREUZ (Jo 19,26f.) Am Kreuze hängend, schaute Jesus auf seine Mutter und auf den Jünger, »den er liebte«; er sagte zu Maria »Frau, sieh, das ist dein Sohn« und zu Johannes »Sieh, das ist deine Mutter«. Diese Worte sind hier auf die Christen allgemein bezogen. Will zur Mutter Maria Euch geben / Daß ihr erlangt das ewige Leben.
7 ÖLMARTER (legendär) Vor einem Tor in einer Stadtmauer ist unter einem großen Kessel Feuer angezündet. Ein Henkersknecht schürt es, ein Feldherr weist mit dem Stab auf den Kessel, in dem Johannes zu sehen ist, unbekleidet, die Rechte ausgestreckt, die Linke auf das Herz gelegt. Über seinem Haupt schwebt ein Heiligenschein. — Nach der Legende wurde Johannes der Evangelist während der Christenverfolgung unter Domitian in Rom vor der Porta Latina mit heißem Öl gemartert. Er überstand die Ölmarter heil und verjüngt (Tertullian, De praescriptione haereticorum 36). Der Todt Ihm nicht aufreibet / ein Martyrer doch bleibet.
8 JOHANNES AUF PATMOS (Apoc 1,9-11) Johannes sitzt auf einem Hügel am Meeresufer unter einem Baum und schreibt in ein Buch. Auf dem Meer sind Schiffe zu sehen. – Nach der Ölmarter wurde Johannes von Kaiser Domitian (81-96) auf die Insel Patmos verbannt, wo er die Apokalypse schrieb (Ribadeneira-Hornig, Bd 2, S. 1044). Im Ellend wird erst recht bekant / Johann das himmlisch Vatterlandt.
EB1-1 JOHANNES UND PAULUS Drei querrechteckige Bilder an der Emporenbrüstung (Öl auf Holz) von der Hand Johann Georg Gaills zeigen Szenen aus Leben und Martyrium der Wetterheiligen Johannes und Paulus (einzelne Motive finden sich wieder in den 1766 entstandenen Nebenfresken C11, in Kleinpienzenau, LKr. Miesbach, s. CBD Bd 2, S. 524). Nach der Legende waren Johannes und Paulus aus vornehmer Familie und Christen. Sie dienten als Hofbeamte der Konstantia, der Tochter Kaiser Konstantins des Großen. Nach deren Tod verweigerten sie Julian Apostata ihren Dienst und...



das Opfer an die Götter. Sie wurden daraufhin in ihrem Haus heimlich enthauptet. Ihre Bedeutung vor allem bei den Bauern verdanken sie ihrem Wetterpatronat; sie wurden um gutes Wetter für die Feldfrüchte und gegen Unwetter angerufen, und vielerorts, wie auch hier in Westerham, an ihrem Fest im Mittsommer von Bittprozessionen aufgesucht.
EB, JOHANNES UND PAULUS VERWEIGERN DAS OPFER Rechts geht Terentianus, der Abgesandte des Kaisers Julian Apostata, mit der kleinen Jupiterstatue weg, die er mitgebracht hatte, um Johannes und Paulus im Auftrag des Kaisers zum Opfer zu bewegen (Ribadeneira-Hornig, Bd 1, S. 884).
EB2 MARTYRIUM Die beiden Heiligen werden enthauptet. Die Szene spielt in einer weiten Landschaft, nicht im Haus der beiden Heiligen, wie die Legende berichtet.
EB, JOHANNES UND PAULUS ALS WETTERHEILIGE Die beiden Heiligen, in römischer Soldatentracht, sitzen über einem Kornfeld auf dunklen Wolken. Mit einem Schild, das sie zwischen sich halten, wehren sie Hagel und Blitze ab. Links scheint die Sonne, auf die einer der beiden weist.
Quellen und Literatur
StAM, Geistlicher Rat, Kirchen- und Stiftungsrechnungen, Kirchenrechnungen Gericht Aibling 1751. AEM, Pfarrakten Bad Aibling, Pfarrbeschreibung. BLfD, Akt Westerham bei Aibling, Filialkirche Johann Baptist.
Schmidtsche Matrikel, Bd 2, S. 12. Grassinger, Joseph, Geschichte des Marktes und der Pfarrei Aibling, in: OAVG 18, 1857, S. 178–80. Mayer-Westermayer, Bd 1, S. 37. KDB I OB (2), S. 1688 f.
Graf, Matthias, Willing (Bezirksamt Bad Aibling) in Vergangenheit und Gegenwart (= Sonderheft zu den »Deutschen Gauen« 69), Kaufbeuren 1907. XIV. Das Johanniskirchlein zu Westerham, S. 51–55.
Mayr, Gottfried, Pfarrkirche St. Jakob Willing/Filialkirche St. Johannes Westerham (Kirchenführer, hg. vom Pfarramt Willing), Saarbrücken 1997, S. 15–20.
Mayr, Gottfried, Die politische Geschichte ... von der ersten urkundlichen Erwähnung bis zum Ende des 18. Jh., in: Bad Aibling. Geschichte einer Stadt, Bd 1 (Hg. Gottfried Mayr im Auftrag der Stadt Bad Aibling), Bad Aibling 2006, S. 75–217. Westerham S. 87.