Laß, Heiko:Stellichte, Gut, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2022, URL: www.deckenmalerei.eu/f6760258-ae7e-4757-990a-3892bac64f0f

Inventarnummer: cbdd10060

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Im Gutshaus Stellichte sollen sich maroufierte Ölgemälde befinden, die auf den Putz geklebt wurden.

Stellichte, Gut
Stellichte, Gut

Das Gebäude

 
Stellichte, Gut

Gut Stellichte[1] ist 1479 an die Familie von Behr gekommen. Dietrich von Behr der Jüngere (1575–1632) war Geheimer Rat von Herzog Christian dem Älteren und Großvogt von Celle. Er ließ 1608–1610 eine Gutskapelle als Grablege für sein Geschlecht errichten. 1702 wurde sie Pfarrkirche. 1901 wurde die Kapelle „wiederhergestellt“ durch Prof. Karl Mohrmann. Die Burg wurde 1703/04 durch das heutige Gutshaus ersetzt.

Das Gutshaus ist ein zweigeschossiger Fachwerkbau mit quaderimitierender Verbretterung. Es ist von einem Graben umgeben. Auch Wallreste haben sich erhalten.

Die Malerei

Im Gutshaus der Familie von Behr sollen sich maroufierte Ölgemälde befinden, die auf den Putz geklebt wurden. Sie hatten scheinbar nie einen Bilderrahmen, sondern sollten als Wandmalereien wahrgenommen werden. Kerstin Klein vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege hat sie am 6.5.2013 in Augenschein genommen und bezeichnet den Malereibestand als bedeutend.[2]

Die Decke der ehemaligen Gutskapelle – heute St. Georg Christophorus Jodokus – hat Holzkassetten, keine Malerei.[3]

Bibliographie

  • Literatur:
  • Brosius/Hintersmann, Rittergüter, 2015. – Broius, Dieter/Hindersmann, Ulrike: Rittergüter der Lüneburger Landschaft. Die Rittergüter der Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, 282). Göttingen 2015.
  • Dehio, Niedersachsen, 1992. – Dehio, Georg: Bremen - Niedersachsen (Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler). Bearbeitet von Gerd Weiß. München/Berlin 1992.
  • Grote/Königfeld, Katalog, 1991. – Grote, Rolf-Jürgen/Königfeld, Peter: Katalog. In: Dies. (Hrsg.): Raumkunst in Niedersachsen. Die Farbigkeit historischer Innenräume. Kunstgeschichte und Wohnkultur. München 1991, S. 219-266.
  • Lange, Stellichte, 1950. – Lange, Karl: Stellichte. Lüneburgisches Dorf und v. Behrsches Rittergut in geschichtlicher Verbundenheit. Stellichte 1950.
  • Pantel, Soltau-Fallingbostel, 2001. – Pantel, Etta (Bearb.): Landkreis Soltau-Fallingbostel (Baudenkmale in Niedersachsen, 25). Hameln 2001.
  • Wolff, Burgdorf, 1902. – Wolff, Carl (Bearb.): Die Kunstdenkmale der Kreise Burgdorf und Fallingbostel. Hannover 1902, S. 154-163.

Einzelnachweise

  1. Brosius/Hindersmann, Rittergüter, 2015, S. 375-382; Pantel, Soltau-Fallingbostel, 2001, S. 370-374 (zum Gut s. 371-372); Dehio, Niedersachsen, 1992, S. 1251-1252; Lange, Stellichte, 1950, S. 55-61 (zum Gutshaus S. 55-57); Wolff, Burgdorf, 1902, S. 154-163, zum Gutshaus S. 154-156.
  2. Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 033-2316-002-02.
  3. Grote/Königfeld, Katalog, 1991, S. 257 haben die Kapelle dennoch aufgenommen.