Hamburg, Haus Deichstraße 45
Inventarnummer: cbdd20218
Lage: Auf OpenStreetMap anzeigen
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Beim Denkmalschutzamt Hamburg befinden sich Fragmente einer Holzbalkendecke aus dem Haus Deichstraße 45. In Rankenwerk sind in großer Erzählfreude Putten, Tiere und Fabelwesen gemalt.

Das Haus Deichstraße 45 in Hamburg
Kurzbeschreibung und Lage
Das Haus steht in der Hamburger Altstadt zwischen Deichstraße und Nikolaifleet.
Bau- und Ausstattungs- und Nutzungsgeschichte
Das Haus stammt von 1663. Es wurde 1887 stark verändert und zwischen 1974 und 1978 aufwendig restauriert.[1]
Beschreibung
Das schmale viergeschossige Haus ziert ein zweimal gestaffelter Volutengiebel.[2]
Die ausgebaute Deckenmalerei
Der Raum
Der Raum im ersten Obergeschoss ist 1663 zusammen mit dem Haus entstanden.
Malerei – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte
Hier fand man im Rahmen der Restaurierungen 1974 eine bemalte Holzbalkendecke. 1994 wurden Teile dieser Decke dem Denkmalschutzamt Hamburg überlassen.[3]
Beschreibung und Ikonographie
Die erhaltenen Fragmente gehören nicht unmittelbar zusammen. Auf weißen Grund ist in Blaugrau florales Schlingwerk mit großen zentralen Blumen gemalt. Es handelt sich überwiegend um Akanthus. Hinzu kommen andere Blätter wie Weinlaub, Früchte und Blumen. Weiße Lichter und dunkle Schatten sorgen für eine hohe Plastizität. In großer Erzählfreude sind zahlreiche Tiere und Putten in das Schlingwerk gesetzt. Man erblickt eine gestreifte Raubkatze in lauernder Stellung, einen Hund, einen Adler, einen Reiher und eine Schlange sowie an Fabeltieren einen Drachen und ein Einhorn. Die Putten gehen teilweise verschiedenen Beschäftigungen nach. Eine schürt mit einem Blasebalg ein Feuer, eine andere kämpft mit einem Fisch und wieder eine andere hat eine Maus gefangen, eine sieht in einen Spiegel, zwei weitere hangeln sich lediglich durch das Schlingwerk.
Weitere Deckenmalerei im Haus
Bei den Restaurierungsarbeiten im Haus wurde 1974 im dritten Obergeschoss im Vorderraum eine weitere bemalte Holzbalkendecke gefunden und anschließend restauriert. Sie ziert Beschlagwerk.[4]
Bibliographie
- Literatur:
- Dehio, Schleswig-Holstein, 2009. – Dehio, Georg: Hamburg. Schleswig-Holstein (Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler). Bearbeitet von Johannes Habich, Christoph Timm, Lutz Wilde. München/Berlin 2009.
- Schütte, Deichstraße 45, 1975. – Schütte, Gisela: Im Haus Deichstraße 45 wurde ein Deckengemälde freigelegt, in: Die Welt (24.03.1975).
- Archivalien:
- 39-102.116. – Freie und Hansestadt Hamburg. Behörde für Kultur und Medien, Denkmalschutzamt, Objektakte Deichstr. 45, Aktenzeichen 39-102.116.
Einzelnachweise
- ↑ Dehio, Schleswig-Holstein, 2009, S. 37. 39-102.116. http://www.deichstrassehamburg.de/haeuser/
- ↑ Dehio, Schleswig-Holstein, 2009, S. 37.
- ↑ Schütte, Deichstraße 45, 1975. 39-102.116.
- ↑ 39-102.116.