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Hamburg, Haus Deichstraße 37

Aus Deckenmalerei-Lab
Laß, Heiko:Hamburg, Haus Deichstraße 37, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2025, URL: www.deckenmalerei.eu/05194e22-a6ec-4ad1-8cea-c5f43a904415

Inventarnummer: cbdd20213

Lage: Auf OpenStreetMap anzeigen

Der Text dieses Artikels steht – ausgenommen Abbildungen – unter der Lizenz CC BY 4.0. Dieser Artikel ist lediglich eine Kopie der Originalveröffentlichung auf deckenmalerei.eu und kann veraltet sein; maßgeblich ist die dortige Originalfassung.

Im Haus Deichstraße 37 hat sich der Rest einer bemalten Holzbalkendecke erhalten. Die Balkenseiten sind ornamental verziert, u. a. mit Cherubimköpfen in der Mitte.

Das Haus Deichstraße 37

Kurzbeschreibung und Lage

Das Haus steht in der Hamburger Altstadt zwischen Deichstraße und rückwärtigem Nikolaifleet.

Bau- und Ausstattungs- und Nutzungsgeschichte

Das Haus stammt von 1686. Besitzer war der Kaufmann Jacob Lange. Um 1720 erfolgte im Innern eine Modernisierung, wobei u.a. ein neues Treppenhaus eingebaut wurde. Nach 1742 fand ein Umbau des Hauses statt. Ab 1974 wurde das Haus durch den Verein „Rettet die Deichstraße e.V.“ gesichert und restauriert.[1]

Beschreibung

Über dem Sockel erheben sich zur Straße hin vier Stockwerke und im Giebel heute drei weitere Geschosse. Die Straßenfront des 19. Jahrhunderts ist gemauert und nachträglich verputzt. Alle anderen Wände sind von Fachwerk. Im Innern haben sich mehrere historische Räume erhalten, u.a. die einzige am ursprünglichen Standort erhaltene zweigeschossige Kaufmannsdiele mit Galerie.[2]

Das sog. Flämische Zimmer

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Das so genannte Flämische Zimmer stammt von 1686. Um 1720 erfolgte eine Umgestaltung. 1979-81 wurde der Raum restauriert.[3]

Beschreibung

Der Raum im ersten Obergeschoss erstreckt sich über die gesamte Vorderfront und diente typischerweise Festlichkeiten.

Die Decke

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Decke dürfte zusammen mit dem Haus 1686 entstanden sein. Die in Resten erhaltene Deckenmalerei stammt von 1720. 1979-81 wurde sie restauriert und gesichert.[4]

Beschreibung und Ikonographie

Die Holzbalkendecke hat fünf Balken, die parallel zur Fensterfront liegen. Die rot gefassten Seiten der Balken sind freihändig mit goldfarbenen Akanthusschlingen, Festons und Beschlagwerk bemalt. In der Mitte befindet sich jeweils ein grauer Cherubimkopf.[5]

Bibliographie

  • Literatur:
  • Dehio, Schleswig-Holstein, 2009. – Dehio, Georg: Hamburg. Schleswig-Holstein (Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler). Bearbeitet von Johannes Habich, Christoph Timm, Lutz Wilde. München/Berlin 2009.
  • Rudhard, Bürgerhaus, 1975. – Rudhard, Wolfgang: Das Bürgerhaus in Hamburg. Tübingen 1975.
  • Archivalien:
  • 39-102.110/1. – Freie und Hansestadt Hamburg. Behörde für Kultur und Medien, Denkmalschutzamt, Objektakte Deichstr. 37, Aktenzeichen 39-102.110, Bd. 1.
  • 39-102.110/2. – Freie und Hansestadt Hamburg. Behörde für Kultur und Medien, Denkmalschutzamt, Objektakte Deichstr. 37, Aktenzeichen 39-102.110, Bd. 2.

Einzelnachweise

  1. Dehio, Schleswig-Holstein, 2009, S. 37; https://www.deichstrassehamburg.de/deichstrasse.html. 39-102.110/1.
  2. Rudhard, Bürgerhaus, 1975, S. 73.
  3. https://www.deichstrassehamburg.de/deichstrasse.html.
  4. Dehio, Schleswig-Holstein, 2009, S. 37. 39-102.110/1.
  5. 39-102.110/1; 39-102.110/2.