Gleschendorf, Haus Wiesenweg 4

Laß, Heiko:Gleschendorf, Haus Wiesenweg 4, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2025, URL: www.deckenmalerei.eu/f80ff8f9-3035-4cd0-a8c3-5e67d4a713b6

Inventarnummer: cbdd20198

Lage: Auf OpenStreetMap anzeigen

Der Text dieses Artikels steht – ausgenommen Abbildungen – unter der Lizenz CC BY 4.0. Dieser Artikel ist lediglich eine Kopie der Originalveröffentlichung auf deckenmalerei.eu und kann veraltet sein; maßgeblich ist die dortige Originalfassung.

Im Haus Wiesenweg 4 in Gleschendorf hat sich ein Eckraum mit bemalter Holzbalkendecke erhalten. Zwei Szenen aus dem Leben des Propheten Elias sowie Engel mit Monogramm sind zu sehen.

Gleschendorf, Haus Wiesenweg 4
Gleschendorf, Haus Wiesenweg 4

Das Haus Wiesenweg 4

Datei:00c6a927-3e65-43f1-896d-137656ee6fcb.jpg
Gleschendorf, Haus Wiesenweg 4

Kurzbeschreibung und Lage

Der ehemalige Bauernhof steht frei an der Ostseite der Straße.

Bau-, Ausstattungs- und Nutzungsgeschichte

Das Fachhallenhaus wurde 1763 errichtet und im 20. Jahrhundert im Inneren umgebaut.[1]

Beschreibung

Der eingeschossige Fachwerkbau mit reetgedecktem Halbwalmdach und Backsteinausfachungen hat an seiner Südwestecke einen standerkerartigen Vorbau. Nach Norden ist ein kleiner Stallanbau gelegen.[1]

Das Eckzimmer

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Die Stube wurde 1763 errichtet und 1766 ausgemalt.[1]

Beschreibung

Die Stube ist an der Südwestecke des Hauses gelegen. Zwei Türen in der Nordostecke gewähren Zutritt. Nach Norden war ehemals ein Alkoven gelegen. Die Wände werden von Pilastern gegliedert. Die Vertäfelung und die Türfüllungen sind mit Adern und Blasen in Rot, Petrol und Weiß marmoriert.[2]

Die Deckenmalerei

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Malerei wurde 1766 ausgeführt.[2]

Beschreibung und Ikonographie

Die Decke wird durch zwei Balken in drei Fachen geteilt. Die zwei großen im Westen präsentieren in Medaillons zwei Ereignisse aus dem Leben des Propheten Elias: Zum einen sieht man den schlafenden Elias in der Wüste und über ihm einen Engel, der ihm einen Krug mit Wasser gebracht hat. Das andere Bild zeigt Elias unter einem Baum betend mit ausgebreiteten Armen. Die Medaillons werden von Blumenvasen flankiert. In der dritten schmalen Fache erblickt man Engel und zwei Lorbeerkränze mit Initialen.[3]

Bibliographie

  • Literatur:
  • Röper, Innenraumgestaltung, 1984. – Röper, Gerhard: Die Innenraumgestaltung der ländlichen Profanarchitektur Schleswig-Holsteins vornehmlich des 18. Jahrhunderts. Lüdinghausen 1984.
  • Archivalien:
  • ONR 2966. — Aktenarchiv des Landesamts für Denkmalpflege Schleswig-Holstein, Akte OH Scharbeutz Gleschendorf, Wiesenweg 4, Fachhallenhaus, ONR 2966, Bd. 1.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 ONR 2966.
  2. 2,0 2,1 Röper, Innenraumgestaltung, 1984, S. 1426. ONR 2966.
  3. Röper, Innenraumgestaltung, 1984, S. 1427, 1429. ONR 2966.