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Gelting, Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Aus Deckenmalerei-Lab


Dieser Text stammt aus: Bauer, Hermann/Rupprecht, Bernhard: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Band 11: Landkreis Traunstein. Hirmer, München 2005, ISBN 978-3-7774-2695-2, S. 347–353, geschrieben von Sauerländer, Brigitte. Original (Passwortgeschützt)
davordanach

Pfarrkirche (seit 1962), Gemeinde Pliening, Erzdiözese München und Freising; z.Z. der Ausmalung Kuratbenefizium der Pfarrei Markt Schwaben. Der Benefiziat wohnte am Ort, war aber zugleich Kooperator in Schwaben. Das Präsentationsrecht auf das Benefizium hatte der Kurfürst von Bayern. Gelting war Marienwallfahrtsort. Gericht Schwaben

Patrozinium: Mariä Himmelfahrt

Zum Bauwerk: Neubau 1784/85 unter Beibehaltung des Turms (Obergeschosse von Balthasar Trischberger 1767) und des spätgotischen Mauerwerks des Chors nach Plänen des Münchner Maurermeisters Franz Anton Kirchgrabner (* um 1740 St. Pölten † 1800 München). Kirchgrabner stand in München in naher Beziehung zu Johann Michael Fischer (Norbert Lieb, Münchner Barockbaumeister, München 1941, S. 182-202). Nach Fischers Tod am 6.5.1766 erhielt er dessen Meisterrecht. Mit der kleinen Kirche in Gelting schuf er einen nicht uninteressanten frühklassizistischen Innenraum. Die Altäre (17. Jh., mit späteren Veränderungen) wurden aus dem Vorgängerbau übernommen. Benedizierung Ende 1785.

Nach Archivalien des Kurfürstlichen Geistlichen Rats (BHStA Landshuter Abgabe 1993) wurde ein Neubau der baufälligen Kirche schon seit 1775 geplant. Pfarrer Johannes Caspar Kressierer hatte schon vor Jahren Dach und Turm auf eigene Kosten richten lassen: für den Kirchenbau lagen Pläne des Münchner Stadtmaurermeisters Balthasar Trischberger vor, die durch seinen Tod 1777 unausgeführt blieben. 1777 wurden auch von seiten des Gerichts Schwaben Pläne vorgelegt. Der Gerichtspfleger

Jansson von der Stock setzte sich sehr für den Neubau ein; aus dem Schriftwechsel geht hervor, dass er der Gevatter Pfarrer Kressierers war. Martin Haider, Gerichtsmaurermeister und Rat zu Schwaben, Anton Arnold, Zimmermeister, Joseph Lang, Schlosser, und Eustachius Streicher, Glaser, alle in Schwaben, reichten Überschläge ein. Von Martin Haider haben sich ein Grundriss und ein Aufriss des geplanten Kirchenbaus erhalten, der ein einfaches gerades, wegen der Hanglage getrepptes Langhaus vorsah. Die vom Kurfürstlichen Geistlichen Rat geforderte Reparatur wurde abgelehnt, weil sie teurer als ein Neubau käme. Am 9.1. 1778 reichte nun Franz Anton Kirchgrabner einen Überschlag über 4576 fl ein, mit dem er Haiders Plan zu übertreffen suchte: sein Langhaus war um 6 Schuh breiter als Haiders, bezog den Turm mit ein und konnte 100 Personen mehr fassen. Kirchgrabners Plan wurde bewilligt, aber aufgrund fehlender Geldmittel zog sich die Ausführung noch um Jahre hin. 1782 war die Kirche so baufällig, dass sie gesperrt werden musste, das Sanctissimum und das Wallfahrtsbild wurden in die Kirche von Pliening versetzt. Dieses vielbesuchte Gnadenbild war ein Hauptargument gegen den drohenden ersatzlosen Abbruch der Kirche; stattdessen wurde 1785 zugunsten von Gelting die Filialkirche in Ottersberg abgebrochen. Der Geltinger Benefiziat Johann Augustin Spielman versuchte mit der Zahl von 462 Kommunikanten den Kurf. Geistl. Rat geneigt zu machen und schlug vor die Mauersteine des von dem auf einer Anhöhe gestandenen zusammengefallenen kleinen kurfürstlichen Schlosses in Gelting herzunehmen. 1782 wurden wiederum Überschläge von Martin Haider über 4745 fl. eingereicht und 1783 wurden Überschläge vom »Hofkammerrat, Bau- und bürgerlichen Maurermeister Baumgartner« angefordert. 1784 schließlich, nach dem Tod Kressierers, erhielt Kirchgrabner den bischöflichen Konsens zum Kirchenneubau. Aus einer Schenkung über 600 fl. des 1779 verstorbenen Försters von Höhenkirchen und einem Vermächtnis über mehr als 1000 fl. des Pfarrers Kressierer sollte Kirchgrabner nach und nach bezahlt werden. Bis 1790 war Kirchgrabner erst mit 4000 fl. bezahlt und musste die Überschreitung der Summe um 1000 fl. vor dem Geistlichen Rat rechtfertigen, wobei ihn das Gericht Schwaben nach Kräften unter-

Obere und untere Empore: EB1-15 Die fünfzehn Geheimnisse des Rosenkranze

Der Kirchenraum stützte: 1. Der Überschlag war von 1778, der Bau von 1784: beigeschaffte Baumaterialien waren bis dahin verdorben und verschleudert. 2. Der verstorbene Pfarrer Kressierer hatte versprochen, Bauhölzer und Mauersteine günstig zu liefern.

Breiter, rechteckiger Saalbau (17,80×12,20m) zu drei Achsen; die Wölbung ist in drei queroblonge, durch Gurtbögen getrennte Abschnitte gegliedert. Zwei schmälere, flache Quertonnen fassen den breiteren, zentralen Abschnitt, der abgeschrägte Ecken hat. Pilastergliederung; Doppelempore im W. Stark eingezogener, zweiachsiger Chor (7,45×6,60m) mit innen rundem, außen dreiseitigem Schluß. Pilastergliederung auch im AR; Belichtung durch hohe Rundbogenfenster, im zentralen Abschnitt des LHs durch Halbkreislunetten. An den Wänden von LHs und AR Halbfigurenbilder der zwölf Apostel aus der Erbauungszeit in Gestalt farbig gefaßter Stuckreliefs in stuckierten Ovalrahmen. Am Hochaltar befindet sich das Gnadenbild, eine geschnitzte thronende Madonna mit Kind aus der Zeit vor 1500.

Auftraggeber: Max Joseph Schauer, Pfarrer von Markt Schwaben (1783–1827) und der Geltinger Benefiziat Johann Augustin Spielmann (1777–1813). Auf der Grabtafel Spielmanns am Eingang der Kirche steht: »ein um die hießige Kirche... groß verdienter Mann«. Initiator des Neubaus war Schauers Amtsvorgänger Johann Kaspar Kressierer (1733–83), der bereits 1782 in einem Brief an den Fürstbischof von Freising die extreme Baufälligkeit der alten Kirche beschrieben und in seinem Testament vom 14. 3. 1783 aus seinem Privatvermögen 300 fl. für den Neubau bestimmt hatte (AEM). Das Chronogramm in der gemalten Schriftkartusche über dem Chorbogen mit der Inschrift sVrglt pla haeC VIrgo / geLtIn-gana pIIs fIDeLIVM obLatIs / aVgVstlor (= 1785. Herrlicher ersteht diese fromme Geltinger Jungfrau aus den frommen Spendengaben der Gläubigen) bezieht sich auf die finanzielle Beteiligung der Pfarrgemeinde an der Ausstattung.

Autor und Entstehungszeit: Johann Georg Liechtmanegger d.J. (* 1743 Velden † 1798 Markt Schwaben) 1785. Signatur in Fresko A I: G: liechtmaneger Invenit / et pinxit.

Johann Georg Liechtmanegger d.J. war im wesentlichen Fassmaler und Vergolder. 1773 erwarb er in Markt Schwaben das Bürgerrecht. Außer der Ausmalung von Gelting sind keine Fresken von ihm bekannt. Trotz teilweise entstellender Übermalungen ist an manchen Stilmerkmalen zu erkennen, daß der bescheidene Freskant sich an Christian Wink und Martin Knoller orientiert hat. Nach Oßner (S. 29 f.) stammen auch die farbig gefaßten Apostelreliefs an den Wänden von ihm.

A Himmelfahrt Mariens, 2 Heimsuchung, 3 Anbetung der Hirten, 6 Darbringung im Tempel, 7 Der zwölfjährige Jesus im Tempel (Johann Georg Liechtmanegger 1785)

Befund

Träger der Deckenmalerei: LHs (A) Flachkuppel, 2–3,6–7 Pendentifs, 1,8 östliche Quertonne, 4–5 westliche Quertonne; AR (B) gemauerte Flachkuppel, a–d Pendentifs; die Kalotte über dem Altar ist nicht freskiert.

Rahmen: Alle Rahmen sind gemalt, grautonig. A imitierter Perlstab, B imitierter Eierstab, 1–8 und a–d imitierter, einfacher Profilstab.

Technik: Fresko; A und B polychrom, 1,4,5,8 monochrom ocker, 2,3,6,7 monochrom grau, a–d monochrom rosa.

Maße: A Höhe 10,35 m; Ø 6,40 B Höhe 9,10 m; Ø 4,85 1,4,5,8 2,50×2,50.

Erhaltungszustand und Restaurierungen: Renovierung 1892, bei der die originale Substanz der Fresken durch Überarbeitung des Münchner Malers Eibach teilweise beeinträchtigt wurde. Die Chorpendentifs a–d wurden dabei nachgemalt. Ornamentale Malerei von Fritz Pollinger, München-Haidhausen. Bei der Restaurierung 1937 wurde die Übermalung der Fresken a–d durch Kunstmaler Johann Baumann, München, wieder abgenommen. Reinigung, Tünchung und Tönung der Raumschale durch Christian Seibold, Freising. 1960 wurde eine Reinigung der Deckenbilder und die Einstimmung von Fehlstellen empfohlen. Letzte Restaurierung der Fresken und der Raumschale 1975 durch Ludwig und Elisabeth Keilhacker, Taufkirchen/Vils; die Deckenbilder wurden gereinigt, zahlreiche Risse geschlossen und eingestimmt, der mittlere Apostelkopf in A in der Dreiergruppe mit Petrus auf der Basis noch vorhandener Reste erneuert; alte Übermalungen wurden belassen (frdl. Mitt. E. Keilhacker).

Der heutige technische Zustand ist bis auf einen großen Querriß in A und verkittete Risse relativ gut. Was die ursprüngliche Faltenstruktur der Gewänder betrifft, so scheinen die Figuren von Gottvater und Christus in Fresko B am besten erhalten zu sein, während manche Apostelgewänder in Fresko A stärkere, vereinfachende Übermalungen aufweisen; dies ist besonders auffallend bei dem Apostel in rotem Gewand und weißem Mantel.

Verkündigung

Mantel, links neben dem Sarkophag. Auch die kleinen Szenen aus dem Marienleben 1-8 und a-d wirken überarbeitet, am deutlichsten 1-3.

Beschreibung und Ikonographie

Der weitgehend weiß gehaltene Innenraum zeigt nur innerhalb der Deckengliederung zarte Tönungen in Hellblau, Hellgelb und Hellrosa sowie ein silbergraues Muster in den Stichkappen der vier Rundbogenfenster des LHs. Die kleinen Szenen, aber auch die Hauptfresken sind isoliert eingesetzte, farblich mit dem Raum nicht verbundene Einzelbilder. Die etwas unbeholfenen und unselbständigen Fresken Liechtmaneggers sind stilistisch eine Mischung aus nachlebenden barocken Elementen und klassizistisch strenger, in der Komposition geometrischer Formgebung.

A HIMMELFAHRT MARIÄ Rundes Kuppelbild, völlig einansichtig angelegt, aber mit Bemühung um untersichtige Effekte in den Figuren; streng achsensymmetrische Komposition. Fast die gesamte untere Bildhälfte nimmt eine bucklige grün- und brauntonige Wiesenzone ein, die am Horizont in eine atmosphärisch abgestufte, blautonige Gebirgskette übergeht. Im Halbkreis darüber wölbt sich ein blaugrauer, von ockerfarbenen Wolken durchzogener Himmelsraum, der im Bereich der Mariengruppe von einer gelbtonigen Wolkenklorie überdeckt wird. In die Mitte der Wiesenlandschaft ist unvermittelt der Sarkophag gesetzt, dessen Seiten stark abfallend in die Tiefe fluchten. Der Bühnenraum für die gleichgewichtig um den Sarkophag verteilten Apostel ist jedoch flach. Auf bescheidenem Niveau wird versucht, mit Hilfe der Ablesbarkeit raumgreifender Gebärden des Erstaunens und raumgreifender Schreitbewegungen Räumlichkeit zu erzeugen. Dies gilt für allem für drei Figuren, die das Auge zum Mittelgrund lenken: den diagonal von links nach rechts im Vordergrund hingestreckten Apostel und die beiden diagonal in der Gegenrichtung auf den Sarkophag zuführenden Apostel, die in kniender, bzw. schreitender Haltung, mit einem jeweils weit nach rückwärts ausgestreckten Bein einen größeren Raum zu durchmessen scheinen. Trotzdem entsteht nur eine geringe Tiefenräumlichkeit, denn die gesamten Figuren sind ohne atmosphärischen Zwischenraum neben- und hintereinandergesetzt. Innerhalb der Gruppe sind Petrus und Johannes zu erkennen. Petrus in blauviolettem Gewand und gelbem Mantel kniet links außen. Zu seinen Füßen liegt ein Buch zusammen mit zwei Schlüsseln, die sich auf seine Binde- und Lösegewalt beziehen (Mt 16,19). Der bartlose jugendliche Johannes in grünem Gewand und rotem Mantel steht, wie es auch sonst gebräuchlich ist, am Fußende des Sarkophags.

Über den Aposteln wird Maria auf einer ockerfarbenen Wolke, die sich seitlich dunkel zusammenballt, gestützt von zwei Engeln, zum Himmel emporgetragen. Sie ist durch den Sternenkranz als Immaculata gekennzeichnet. Der eine Engel hält ihren weit zur Seite gebauschten hellblauen Mantel. Ein Halbkreis aus ockerfarbenen Wolken, die mit Puttenköpfchen besetzt sind und zur Mitte hin immer heller werden, umfängt die Himmelfahrtsgruppe. Die Verbindung zu den Aposteln bildet ein gelber Lichtkegel, der beide Gruppen optisch in einen Dreiecksumriß zusammenbindet.

Die Farben sind opak. Die Apostelgruppe ist durch ihre Vielfarbigkeit stark hervorgehoben gegenüber dem grüntonigen Vordergrund und dem auf einen Zusammenklang von Ocker, Blau und Weiß ausgerichteten Himmelsbereich.

1-8 SZENEN AUS DEM MARIENLEBEN Die Pendentifbilder 2,3,6,7 sind ungleichmäßige Sechsecke, 1,4,5 und 8 sind quadratische Szenen. Die Abfolge beginnt in der SO-Ecke des LHs und folgt dem Uhrzeigersinn.

Die gestenreichen, etwas sentimentalen Szenen sind in betonter Untersicht angelegt. Füllige, schwere Gewänder umhüllen die Figuren. Die Überarbeitung von 1892 hat Faltenwurf und Gesichtsbildung im Sinn der Nazarener geglättet, so daß der ursprüngliche Charakter verändert ist. 1, 2 und 3 sind stark übermalt.

1 VERKÜNDIGUNG (Lc 1,26-38) Maria kniet an einem Betpult mit aufgeschlagenem Buch, während der Verkündigungsengel auf einer Wolke ihr gegenübertritt, die Lilie in der linken Hand, zum Himmel weisend. Darüber schwebt vor einer Glorienöffnung die Geisttaube. Sie sendet einen Strahl auf Maria, in dem das Jesusknäblein erscheint.

2 HEIMSÜCHUNG (Lc 1, 39-56) Maria, in der Bildmitte vor dem Haus von Zacharias und Elisabeth stehend, begrüßt ihre Base, die ihr aus dem Haus entgegentritt. Von rechts kommt Joseph die beiden Stufen heran. Vor den Stufen ein üppiger Pflanzenwuchs.

3 ANBETUNG DER HIRTEN (Lc 2, 13-17) Die nächtliche Szene vor dem nur durch eine Quaderwand angedeuteten Stall zeigt das Jesuskind in der Krippe in der Bildmitte, dahinter Ochs und Esel. Maria weist das Kind den beiden Hirten, die von rechts herankommen, um vor ihm niederzuknien; hinter ihr steht Joseph. Im Vordergrund liegen die Gaben der Hirten. Über der Szene sind in einer Lichtglorie zwei Puttenköpfchen zu sehen.

4 DIE DREI KÖNIGE VOR HERODES (Mt 2, 7f) In einem Raum seines Palastes sitzt Herodes auf einem baldachinüberwölbten Thronsessel, das Zepter in der Hand, auf dem Kopf einen Turban mit Krone. Vor ihm stehen die drei Könige in orientalischen Gewändern; nur Kaspar, der Mohrenkönig, ist mit einer Krone ausgezeichnet. Durch die Gesten der Könige ist ein erregtes Gespräch angezeigt.

5 FLÜCHT NACH ÄGYPTEN (Mt 2, 13f) In einer fremdartigen Landschaft mit kleinem Wasserlauf, zypressenbestandenem Berg und einer Pyramide im Hintergrund führt Joseph den beladenen Esel; Maria geht neben ihm, das Jesuskind im Arm.

6 DARBRINGUNG IM TEMPEL (Lc 2, 22-24) Auf einem hohen Stufenpodest steht der Hohepriester, hält das Jesuskind in Händen und blickt nach oben. Auf dem Altar neben ihm sind die Gesetzestafeln zu sehen. Links kniet zu Füßen der Altarstufe Maria, hinter ihr steht Joseph mit den beiden Tauben, dem vorgeschriebenen Opfer für den erstgeborenen Sohn.

St. Thomas, eines der zwölf Apostelreliefs an den Wänden von Johann Georg Liechtmanegger 1785
4 Die Drei Könige vor Herodes
B Krönung Mariens, a-d Lauretanische Symbole

Die Farben sind opak; der Wolkengrund hat keine Transparenz. Den farblichen Mittelpunkt bildet der blaue Mantel Mariens, umgeben von den anderen Grundfarben Rot und Gelb. - Interessant ist, wie sehr sich Liechtmanegger um die Aneignung barocker Formen bemüht, etwa in dem hochauffliegenden Mantel Gottvaters oder dem Engel zu Füßen Mariens.

In die untere Holzbrüstung der Empore sind acht mariologische Szenen eingelassen, kleine, hochrechteckige Tafelbilder in Öl auf Holz, die aus dem 17. Jh. und wohl aus der Vorgängerkirche stammen. Bildabfolge von links nach rechts: Maria Tempelgang; Mariä Vermählung; Mariä Himmelfahrt; Mariä Geburt; Maria Reinigung; Abschied Jesu von Maria; Mariä Verkündigung; Heimsuchung

Quellen und Literatur

AEM, Pfarrakten Markt Schwaben, Filiale Gelting 1631–1879 Kirchenbau 1785; Resignations- und Verlassenschaftsakter 1632–1786: Testament des Pfarrers Johann Kaspar Kressierer. BHStA, Landshuter Abgabe 1993 Nr. 1116 (Kirchenbau Gelting 1776–1790).

StAM, Geistlicher Rat, Kirchen- und Stiftungsrechnungen Gericht Schwaben, Bd 1790 I, fol. 57 r.

StAM, Rentmeisteramt München, Unterbehörde 9909 (Act das baufällige Filialgottshaus Gelting der Pfarr Schwaben betr. 1776–90)

BLfD, Gelting, Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt.

Schmidtsche Matrikel, Bd 2, S. 520 f. Bd 3, S. 194, 500.

Mayer-Westermayer, Bd 3, S. 127, 129 f., 133.

KDB IOB (2), S. 1327, 1362.

Kastner, Heinrich, Gelting, in: Der Landkreis Ebersberg in Geschichte und Gegenwart, Ein Heimatbuch, München 1960, S. 84 f.

Sponholz, Hans, Schöne Heimat Ebersberg, Der Landkreis in Bildern, München-Aßling 1967, S. 90.

Schlüter, Helmut, Die Kunstdenkmäler, in: Der Landkreis Ebersberg, Raum und Geschichte, Stuttgart 1982, S. 264.

Oßner, Franz, Gelting und Umgebung, Markt Schwaben 1985, S. 13–19, 20, 28, 29 f., 40 f., 66 f.

Historischer Atlas I Bd 48, Gericht Schwaben (Gottfried Mayr), München 1989, S. 252 f., 383.

Dehio 1990, S. 357.