Einöd, Kapelle Schmerzhafter Heiland und Schmerzensmutter Maria
Kapelle, Privatbesitz Beham, Gemeinde und Pfarrei Dietramszell, Erzdiözese München und Freising; z. Z. der Ausmalung Landgericht Wolfratshausen
Patrozinium: Wallfahrt zum Schmerzhaften Heiland und zur Schmerzensmutter Maria
Zum Bauwerk: Rechteckiger, ungegliederter Saal (3,90 × 2,90 m) mit dreiseitig geschlossener Altarnische (1,20 × 2,50 m); Hochaltar bezeichnet 1652.
Autor und Entstehungszeit: Bauernmalerei von geringer Qualität; der Autor ist nicht bekannt. Entstehungszeit: frühes 18. Jh.

Befund
Träger der Deckenmalerei: Kreuzgratgewölbe Rahmen: gemalte Laubgirlanden mit Agraffen Technik: Fresko; polychrom
Maße: Scheitelhöhe der Kappen: 3,05 m;
1–4 0,75 × 0,50
5–8 0,90 × 0,60
Erhaltungszustand und Restaurierungen: Freigelegt 1959/1960. Die Farbsubstanz ist stark angegriffen.
Bildabfolge
Anordnung der Bildfelder, in der Art von Medaillons, im ganzen Kapellenraum. Die ovalen Bilder 5–8 liegen in den Wangen der Tonne am Gewölbeansatz. Es handelt sich nicht um »barocke Deckenmalerei«, vielmehr um an die Decke und die Wand versetzte Tafelbildchen, die auch stilistisch der Malerei volkstümlicher Heiligenbilder und Votivtafeln entsprechen. Dargestellt ist die Passion Christi; die Zyklusfolge springt vom äußeren (1–4) zum inneren (5–8) Kreis (keine Abbildungen).
Sechs weitere Rundbogenbilder an den Wänden zeigen Heilige: im AR Ulrich und Nikolaus, im Gemeinderaum östlich Martin und Georg, westlich Antonius von Padua mit dem Nährvater Joseph und Isidor mit Notburga.
Quellen und Literatur
Mayer-Westermayer, Bd 3, S. 421 u. 424. Der Landkreis Wolfratshausen in Geschichte und Gegenwart. Ein Heimatbuch (o. V.), München 1965, S. 183.