Benediktbeuern, ehem. Benediktinerabtei, ehem. Zelle


Dieser Text stammt aus: Bauer, Hermann/Rupprecht, Bernhard: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Band 2: Die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach. Hirmer, München 1981, ISBN 978-3-7991-5834-3, S. 96, geschrieben von Bachter, Falk, Bauer-Wild, Anna, Böhm, Cordula, Lüdicke, Lore und Sinkel, Kristin. Original (Passwortgeschützt)
davordanach

Ehem. Zelle im Osttrakt des Konventbaues, z. Z. Büroraum

Zum Bauwerk: Der Osttrakt des Konventbaues wurde 1671 durch Caspar Feichtmayr vollendet. Die Zelle liegt im zweiten Obergeschoß.

Quadratischer Raum (5,00 × 5,00 m) mit einem Fenster nach O

Autor und Entstehungszeit: Anläßlich der Freilegung der Deckenbilder brachte der Restaurator folgende Inschrift an:

Fr. Lucas Zais pinxit ca. annum 1720 – Andreas Bauer detexit anno 1948. Es ist ungewiß, ob er dabei auf eine originale (ruinierte?) Signatur oder auf eine archivalische Nachricht zurückgriff. (Zu Lucas Zais siehe S. 94 und 261)

Befund

Träger der Deckenmalerei: Flachdecke über Hohlkehle Rahmen: Stuckprofil

Technik: Fresko mit Seccoübermalungen; polychrom Maße: A 1,50 × 1,50 m

Erhaltungszustand und Restaurierungen: Die Deckenbilder wurden 1948 durch Andreas Bauer, Weilheim, freigelegt und weitgehend erneuert; kaum mehr barocke Substanz (keine Abbildungen)

Bildabfolge

Die Deckenbilder sind in der Blickrichtung nach W zu betrachten.

A Das Mittelfeld zeigt den Namen Jesu IHS mit brennendem dornenumwundenen Herz. Aus den Flammen ragt das Kreuz, darunter drei Nägel

A1-4 In den Medaillons der Ecken sind die durchbohrten Hände (A3-4) und Füße (A1-2) Christi dargestellt.

Die Darstellung der Fünf Wunden Jesu wird außerhalb der Bildfelder begleitet von vorwiegend ornamentaler Malerei, Gefäßen mit Pflanzen, auf deren Zweigen Vögel sitzen, und doppelten Wasserstrahlen, die Muscheln entspringen und auf denen Fische emporgetragen werden. Es handelt sich hier vielleicht um Erinnerungen an altchristliche Paradieses- und Christussymbolik. In der Hohlkehle vier Tierdarstellungen (Eichkatze, Rebhühner?, Fuchs?)

Literatur siehe S. 133

A Das Mittelfeld

Die Deckenbilder sind in der Blickrichtung nach W zu betrachten.

A Das Mittelfeld zeigt den Namen Jesu IHS mit brennendem dornenumwundenen Herz. Aus den Flammen ragt das Kreuz, darunter drei Nägel

A1-4 In den Medaillons der Ecken sind die durchbohrten Hände (A3-4) und Füße (A1-2) Christi dargestellt.

Die Darstellung der Fünf Wunden Jesu wird außerhalb der Bildfelder begleitet von vorwiegend ornamentaler Malerei, Gefäßen mit Pflanzen, auf deren Zweigen Vögel sitzen, und doppelten Wasserstrahlen, die Muscheln entspringen und auf denen Fische emporgetragen werden. Es handelt sich hier vielleicht um Erinnerungen an altchristliche Paradieses- und Christussymbolik. In der Hohlkehle vier Tierdarstellungen (Eichkatze, Rebhühner?, Fuchs?)