Bad Gandersheim, Fürstabtei und Residenz
Inventarnummer: cbdd10247
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In Bad Gandersheim steht die letzte Residenz einer souveränen Landesfrau, in deren ehemaligem Appartement noch Deckenmalerei zu sehen ist. Sie stammt von Johann Peter Harborg. Auch in den ehemaligen Staats- und Repräsentationsräumen sowie im Hauptsaal hat sich Decken- und Wandmalerei erhalten.

Die Abtei in Bad Gandersheim
Kurzbeschreibung und Lage
Die ehemalige Fürstliche Residenz und Abtei in Gandersheim[1] schließt östlich an die Stiftskirche an. Es handelte sich um einen mehrflügeligen Gebäudekomplex. Der Hauptflügel mit den Repräsentations- und Wohnräumen der Landesfrau grenzte direkt an die Nordostecke der Kirche an. Im Süden erstreckte sich ein Lustgarten, der im Westen vom Kirchenchor und im Osten von einem weiteren Flügel umfangen wurde. Dieses war der Eingangsflügel, von dem aus man das Gebäude von einem Hof im Osten betrat. Dieser Hof war im Süden und Norden von zwei Flügeln umfasst, von denen der südliche sich bis heute erhalten hat. An der Ostseite begrenzte eine Mauer mit einem seit 1748 dort stehenden Wandbrunnen den Hof. Seine Einfahrt erfolgte durch den Südflügel. Hinzu kamen nachgeordnete Wirtschaftsbauten im Osten und Süden. Der Kreuzgang war nördlich der Kirche gelegen.
Bau- und Ausstattungs- und Nutzungsgeschichte
Das „Kaiserlich freie weltliche Reichsstift Gandersheim“ war eine Gründung von 852 und seit 877 reichsunmittelbar. Die Reichsfreiheit wurde immer wieder durch die Herzöge von Braunschweig und Lüneburg – teilweise erfolgreich – in Frage gestellt. 1593 klärte ein Vertrag die Streitigkeiten. Hinfort entstammten die Fürstäbtissinnen fast ausschließlich aus dem Herzogshaus. Erst 1802/03 verlor es seine Reichsunmittelbarkeit und wurde 1810 aufgehoben.
Die Abteigebäude gehen auf das Mittelalter zurück. Im Südflügel hat sich eine romanische Kapelle erhalten. 1597 traf ein großes Schadensfeuer die Abtei. Der südliche Bereich des Westflügels stammt noch aus der Zeit des Wiederaufbaus unter Anna Erika von Waldeck und entstand unter dem Baumeiester Henrich Ovekate. Ein tiefgreifender Umbau erfolgte 1678–81. Nach 1700 kam es zu Erweiterungen und 1724–26/36 wurde die alte Abtei mit dem ehemaligen Refektorium schließlich unter Äbtissin Elisabeth IV. Ernestine Antonie von Sachsen-Meiningen durch ein neues Hauptgebäude mit dem Appartement der Landesfrau, Hauptsaal, Gesellschafts- und Gastgemächern ersetzt. Zwischen 1727 und 1736 wurde ferner ein weiterer Nordflügel zur Aufnahme der Gemälde- und Miniaturensammlung sowie der Bibliothek angefügt. Für Elisabeth IV. Ernestine Antonie arbeitete der Architekt Allessandro Rossini und Johann Anton Kroll von Freyen. Nach Aufhebung des Fürstentums und der Abtei 1810 wurde dieser Flügel bereits 1818 abgebrochen. Es folgten weitere Abrisse. Zuletzt wurde 1934 das ehemalige Dormitorium niedergelegt. 2001-09 wurden die erhaltenen Gebäude instand gesetzt.
Auftraggeberin
Elisabeth IV. Ernestine Antonie von Sachsen-Meiningen[2] war von 1713 bis zu ihrem Tod 1766 Fürstäbtissin von Gandersheim. Sie entstammt der zweiten Ehe ihres Vaters Bernhard I. von Sachsen-Coburg-Meiningen mit Elisabeth Eleonore von Braunschweig und Lüneburg. Die Verwandtschaft mit ihrem Großvater Anton Ulrich von Braunschweig und Lüneburg ermöglichte es ihr, das Amt in Gandersheim zu übernehmen. Sie pflegte ein gutes Verhältnis zu ihrem Bruder Anton Ulrich, der in Dauerstreit mit seinen Halbbrüdern und deren Nachkommen in Meiningen lag. Sie unterstützte ihn. Sein Architekt Alessandro Rossini unterstützte sie bei ihrem Bauvorhaben. Ihr großes Engagement für Wissenschaft und Kunst äußerte sich nicht nur im Bau des Nordflügels der Gandersheimer Residenz, sondern auch in ihrem Lustschloss in Brunshausen,[3] wo sie eine große Kunst- und Naturaliensammlung präsentierte. Sie festigte die Stellung und Unabhängigkeit Gandersheims. Nach ihrem Tod gelangte ein Großteil ihres Nachlasses nach Meiningen zu ihrem Bruder.
Architekten, Künstler
Alessandro Rossini[4] stammte aus Rom und war als Architekt für Herzog Anton Ulrich von Sachsen-Meiningen tätig. Er war entwerfend oder zumindest beratend beim Neubau der Residenz in Gandersheim tätig. 1702 war er in Rom tätig, 1707 in Mannheim, später in Kassel, Bad Gandersheim und Meiningen, wo er bis 1736 nachgewiesen ist. Johann Anton Kroll Freiherr von Freyen wurde 1666 geboren und ist 1749 gestorben. Er war Hof- und Zeremonienmeister, juristischer Berater und Architekt am Gandersheimers Hof. Er hatte zuvor am Meininger Herzogshof gearbeitet.[5]
Bei der Ausstattung in Bad Gandersheim arbeiteten die Gandersheimer Hofmaler Jordan Ernesti und Johann Peter Harborg mit.[6]
Beschreibung
Die drei erhaltenen Flügel[7] sind zweigeschossig über hohem, nicht kenntlich gemachtem Sockel- bzw. Kellergeschoss. Sie sind überwiegend verputzt, haben teilweise Werksteingliederung und Fachwerkgeschosse. Der Hauptflügel aus dem 18. Jahrhundert im Norden stößt an den annährend im rechten Winkel nach Süden verlaufenden Westflügel, der überwiegend aus der Zeit um 1600 stammt. Wieder annähernd im rechten Winkel nach Osten schließt an seinem Südende der Südflügel mit romanischer Kapelle und Durchfahrt an, der ebenfalls überwiegend aus der Zeit um 1600 stammt, aber 1687-81 verändert wurde. Die Abteikapelle im Erdgeschoss diente als Hofkirche. Der Südflügel hat das heterogenste Aussehen aller Flügel. Regelmäßig gestaltet und gleichmäßig durchfenstert ist lediglich der Nordflügel unter einem Walmdach. Der etwas niedrigere Ostflügel unter Satteldach wurde in seinem nördlichen Abschnitt formal angeglichen. An der Westseite steht ein Standerker vor der Fassade. Nach Süden zieren ihn ein Prunkgiebel und zwei Standerker mit Wappen in den Obergeschossen und Inschriften in den Giebeln. An der Hofseite stehen sowohl vor dem West- als auch vor dem Südflügel je ein Treppenturm. Verloren ist heute ein Vorbau in der Südwestecke des Hofes zwischen den beiden Türmen, die daher ehemals nicht so prägnant vor den Fassaden standen wie heute. Der Treppenturm vor dem Ostflügel nahm den Eingang auf, er ist mit dem Wappen der Anna Erika von Waldeck und dem Stiftswappen geziert.
Der Treppenturm erschloss einen Vorsaal genannten Verteilerraum (heute Sybillensaal), der den ganzen Flügel durchmisst und im Westen zum ehemaligen Garten hin durch eine Erweiterung im Standerker ausgezeichnet ist. Direkt im Norden schloss sich der Lehn-Saal an, später Alter Lehn-Saal genannt. Über dem Vorplatz befand sich ein Speisesaal – ebenfalls mit Erker. Bis zum Neubau des Nordflügels befand sich auch das Appartement der Landesfrau in diesem Flügel. Nach 1730 befanden sie sich im Erdgeschoss des Nordflügels. Ein Korridor an der Gartenseite erschloss diesen Flügel vom Vorplatz aus. Er führte zum einen direkt zum Vorzimmer des landesfraulichen Appartements und zum anderen in den zentralen von Ost nach West verlaufenden Flur des Nordflügels. Das Appartement der Landesfrau war zum Garten hin gelegen und umfasste ein Vorzimmer, ein Audienzzimmer, ein Schlafzimmer und ein Kabinett. Der Flur führt zu einer zweiläufigen Treppe, die das Obergeschoss erschließt. Hier ist im Westen der Hauptsaal bzw. Kaisersaal gelegen. Er ist an drei Seiten durchfenstert. Nach Osten erschließt auch hier ein mittiger Flur den Flügel. Über den Räumen der Fürstäbtissin befand sich zum Garten hin ein weiteres Appartement, das zu zeremoniellen Anlässen oder von Gästen genutzt werden konnte. Letzter Raum an der Südseite und vom ehemaligen Vorzimmer dieses Appartements aus zu betreten ist der so genannte Neue Lehn-Saal, der auf den Hof im Osten hinausgeht. 1767/78 wurde er als Großes Audienzgemach und 1807 als großes Audienzzimmer bezeichnet. Von hier aus erschloss sich nach Westen das zweite Appartement, bestehend aus Vorgemach, Kleinem Audienzzimmer, Wohnzimmer der Äbtissin, Alkoven, Betkabinett und Schreibkabinett. Das im Süden an den Neuen Lehn-Saal angrenzende Fürstenzimmer durchmisst die ganze Tiefe des Ostflügels vom Garten bis zum Hof. Es diente der Fürstäbtissin als Esszimmer. An der Nordostecke des Nordflügels liegt das ehemalige „Putz-Cabinett“. Es war der erste einer Folge von Sammlungsräumen und präsentierte Porzellane. Diese schloss sich im Osten im heute verlorenen Flügel an der Nordseite des Hofes an. Erster Raum war eine lange Galerie. Im Norden waren ein Miniaturenkabinett und eine Bibliothek angefügt.
Der sog. Alte Lehn-Saal

Bau- und Ausstattungsgeschichte
Der Anfang des 19. Jahrhunderts so genannte Alte Lehn-Saal stammt aus der Zeit des Wiederaufbaus nach 1597. Er wurde später an der Westseite verkleinert.
Beschreibung
Der Raum liegt direkt nördlich des ehemaligen Vorsaals im Erdgeschoss des Ostflügels. Er öffnet sich mit einem Fenster zum Hof. Im Norden und Süden befinden sich in Enfilade je eine Tür.
Die Decke des Alten Lehn-Saals

Befund - Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte
Die Deckenmalerei kann stilistisch in das erste Viertel des 18. Jahrhunderts datiert werden. Vermutlich ist sie für Elisabeth IV. Ernestine Antonie bald nach ihrem Regierungsantritt geschaffen worden, bevor der Nordflügel vollendet war.
Beschreibung und Ikonographie
Die weiße Decke ist mit goldfarbenem Laub- und Bandelwerk verziert, in die an den Ecken vier Personifikationen der Kontinente eingefügt wurden. Asien und Amerika sind erhalten.
Das Audienzzimmer der Fürstäbtissin
Bau- und Ausstattungsgeschichte
Das Audienzgemach[8] entstand im Auftrag von Elisabeth IV. Ernestine Antonie in den Jahren 1726-28 und war spätestens 1732/36 ausgestattet. Es wurde 2009 saniert.
Beschreibung
Das Audienzzimmer folgte auf das Vorzimmer und war ursprünglich nicht vom Flur an der Nordseite zugänglich. Seine Erschließung erfolgte über zwei in Enfilade gelegene Türen zum Vor- und zum Schlafzimmer. Es ist mit zwei Fenstern nach Süden auf den ehemaligen Garten ausgerichtet. Die Wände werden von jonischen Pilastern gegliedert. An der Westwand steht ein Kamin, der beim Betreten aus dem ehemaligen Vorzimmer sofort ins Auge fällt. Der Baldachin für die Audienz dürfte an der Nordwand gestanden haben. Für 1767/78 sind für den Kamin Gipsstatuen und für die Wände eine grüne Damasttapete bezeugt.[9]
Die Familienporträts an der Kaminschürze

Befund - Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte
Der Kamin vor der Westwand ist 1726-28 gesetzt worden und die in die Kaminschürze eingelassenen Malereien[10] stammen von 1736 und wurden 2009 restauriert.
Beschreibung und Ikonographie
An der Front der Kaminschürze, sodass man sie beim Eintritt erblicken kann, sind sieben hochovale Brustbilder zu sehen, die Verwandte der Auftraggeberin Elisabeth IV. Ernestine Antonie von Sachsen-Meinigen zeigen. In der Mitte wird Kaiserin Elisabeth Christine gezeigt. Sie war die Cousine der Fürstäbtissin. Um das Mittelbild ordnen sich die Bilder von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig und Lüneburg sowie seiner Frau Elisabeth Juliane von Holstein-Norburg – die Großeltern der beiden –, von August Wilhelm von Braunschweig und Lüneburg sowie Elisabeth Sophie Marie von Schleswig-Holstein-Norburg – Onkel und Tante der beiden –, von Ludwig Rudolf von Braunschweig und Lüneburg sowie Christine Luise von Oettingen-Oettingen – den Eltern der Kaiserin.
Programm
Die Darstellung der Familienmitglieder ist geschickt gewählt. Elisabeth IV. Ernestine Antonie bezog sich so auf ihre Familie mütterlicherseits, aus der eine Kaiserin hervorgegangen war. Ihre fürstliche Würde wurde so besonders betont, da sie sogar mit dem Kaiserhaus verwandt war. Die Darstellung der Frauen betonte zudem auch die Weiblichkeit ihrer Herrschaft. Zugleich wurde mit Anton Ulrich aber auch jener Fürst präsentiert, der faktisch einen starken Einfluss auf die Geschicke des Stifts ausübte und dem Elisabeth IV. Ernestine Antonie ihre Wahl verdankte.
Die Decke des Audienzzimmers

Befund - Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte
Die Deckengemälde[11] wurden in Öl auf Leinwand von Johann Peter Harborg 1736 geschaffen.
Beschreibung und Ikonographie
Die Stuckdecke ist in vier Felder unterteilt. Die Mitte nahm das allsehende Auge Gottes auf. Die ovalen Felder präsentieren die vier Evangelisten. Sie sitzen auf Wolken zusammen mit ihren Symbolen.
Programm
Die Deckenmalerei betont den Wert der Schrift für die Protestanten, die das Wort Gottes verkündet. Nur das ist der Maßstab, an dem sich die Fürstäbtissin vorgeblich orientiert, so zumindest die Botschaft der Deckenmalerei.
Markus

Beschreibung und Ikonographie
Markus mit dem Löwen trägt ein blaues Gewand und einen roten Umgang. Er hat die Beine übereinandergeschlagen und blickt von seinem Buch auf, um die Betrachtenden direkt anzusehen. Auch der Löwe stellt Blickkontakt her.
Matthäus

Beschreibung und Ikonographie
Matthäus blickt von einem Buch, das ihm eine Putte emporhält, auf zu einem Engel, der ihn unterweist.
Lukas

Beschreibung und Ikonographie
Lukas mit dem Stier hält ein Buch in Händen und blickt auf das von ihm geschaffene Bild der Mutter Gottes mit Kind, das ihm eine Putte präsentiert.
Johannes

Beschreibung und Ikonographie
Johannes mit dem Adler trägt ein grünes Gewand und einen roten Mantel. Vom göttlichen Licht getroffen blickt er inspiriert nach oben. In seiner Rechten hält er die Schreibtafel.
Das Schlafgemach der Fürstäbtissin

Bau- und Ausstattungsgeschichte
Das Schlafgemach[12] entstand im Auftrag von Elisabeth IV. Ernestine Antonie in den Jahren 1726-28 und war spätestens 1732/36 ausgestattet.
Beschreibung
Der Raum ist an der Südseite des Nordflügels zwischen dem ehemaligen Audienzzimmer sowie der ehemaligen Garderobe gelegen. Er öffnet sich mit zwei Fenstern an der Südseite zum Garten. An der Nordwand befand sich der Alkoven mit dem Bett.
Die Wandmalereireste im Schlafgemach

Befund - Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte
Die Wände waren ehemals bemalt. Ein Fenster präsentiert verschiedene, nicht genau datierte Fassungsreste des 18. und 19. Jahrhunderts.
Beschreibung und Ikonographie
Die Malereireste zeigen Festons und Gehänge, die zu unterschiedlichen Zeiten unter die Decke gemalt wurden.
Der Flur im Obergeschoss

Bau- und Ausstattungsgeschichte
Der Flur[13] im Obergeschoss entstand 1726-28.
Beschreibung
Der lange Gang in der Gebäudemitte erhält sein Licht durch ein Fenster im Osten. Im Norden und Süden sind Räume bzw. Appartements gelegen, im Westen der so genannte Kaisersaal.
Die Wandmalereireste im Flur

Befund - Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte
Geringe Malereireste zeigen, dass der Flur illusionistisch ausgemalt war, etwa mit Scheintüren und Scheinfeuerklappen.
Der sog. Neue Lehn-Saal

Bau- und Ausstattungsgeschichte
Der so genannte Neue Lehn-Saal[14] wurde 1726-28 erbaut.
Beschreibung
Der Raum befindet sich an der Nordostecke des Nordflügels. Er wird von Westen aus dem ehemaligen Vorzimmer betreten. Im Süden grenzt der Ostflügel mit seinem so genannten Fürstenzimmer an. Im Osten weist er mit drei Fenstern zum Hof, im Norden hinter der Wand verläuft der Flur. Der Neue Lehn-Saal diente auch als Audienzzimmer. 1767/78 war der Raum mit blauen Seidentapeten ausgestattet. Hierbei muss es sich um eine Zweitausstattung handeln, denn an den Wänden wurden Reste von Malerei entdeckt, die Fruchtgehänge darstellt. Über dem Kamin an der Südwand befanden sich Konsolen für Porzellane.[9] In den Fensterlaibungen oben sind Cherubime in Bandelwerk gemalt.
Die Decke des Neuen Lehn-Saals

Befund - Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte
Die Malerei[15] wurde vermutlich ebenfalls von Johann Peter Harborg Mitte der dreißiger Jahre des 18. Jahrhunderts in Öl geschaffen. Sie wurde 1993 restauriert.
Beschreibung und Ikonographie
Die Decke ist mit schlichten Stuckprofilen in wenige Felder unterteilt und komplett gefasst. Um ein kreisrundes Mittelfeld läuft ein weiteres Band. Die vier verbliebenen Ecken zeigen gemalte Muscheln. Das Hauptbild präsentiert acht Seligpreisungen nach Matthäus. Es handelt sich um verschiedene Personen und Personengruppen, die auf Wolken umlaufend am Bildrand positioniert sind. Die Mitte nimmt eine Himmelsöffnung ein, aus der göttliches Licht hervorbricht.
Über der Südwand erblickt man eine Frau, die ihre Reichtümer hergibt, und dafür von einem Engel eingekleidet wird. Sie steht für das Wort: „Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich“. Es folgt links eine Frau, die am Kreuz weint. Sie steht für das Wort: „Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden“. Noch weiter links sitzt eine Frau über Waffen und blickt mit erhobenen Armen zum Himmel empor. Sie steht für das Wort: „Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben“. Es folgt ein kniender durstiger alter Mann, der von einem Engel zu trinken bekommt, während unter ihm Speisen und Getränke herunter fallen. Die Szene steht für das Wort: „Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden“. Die nächste Gruppe besteht aus einer Frau mit zwei Kindern. Sie steht für das Wort: „Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden“. Weiter links sitzt eine Frau mit einer Lilie im Arm, die verzückt zum göttlichen Licht aufschaut. Sie steht für das Wort: „Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen“. Als nächstes erblickt man einen Mann mit Lorbeerkranz, an dessen Seite sich zwei Personen mit Palmwedeln befinden. Unter ihm fallen Waffen herunter, über ihm hält ein Engel ein Spruchband mit dem Schriftzug „Filii Dei“, auf das er schaut. Die Gruppe steht für das Wort: „Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden“. Die letzte Gruppe zeigt einen Mann, der gesteinigt werden soll und einfach von dannen geht. Sie steht für das Wort: „Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich“.
Vorlagen und Vergleiche
Die acht Darstellungen folgen denen in Christoph Weigels Biblia Ectypa von 1695.
Programm
Die christlichen Tugenden, unter denen die Fürstäbtissin agiert, sollten ihrem Handeln moralischen Rückhalt geben. Sie stellte zudem den Lohn Gottes über irdischen Erfolg und verwies auf eine höhere Gerechtigkeit, als die ihre.
Das sog. Fürstenzimmer

Bau- und Ausstattungsgeschichte
Das so genannte Fürstenzimmer[16] im Obergeschoss grenzt zwar direkt an den Neuen Lehn-Saal, liegt aber im Ostflügel und stammt damit aus der Zeit um 1600. Es wurde aber offensichtlich unter Elisabeth IV. Ernestine Antonie neu ausgestattet und gehörte zu einem Appartement, das sich vom Treppenturm im Hof aus erschloss. Es war aber auch vom Vorzimmer im Nordflügel aus zu erreichen. Das Fürstenzimmer wurde später in zwei Räume unterteilt und erst 2007/08wieder zu einem Raum vereint.
Beschreibung
Das Fürstenzimmer durchmisst die ganze Tiefe des Flügels und hat im Osten zwei Fenster zum Hof sowie im Westen zwei Fenster zum ehemaligen Garten.
Die Decke des Fürstenzimmers

Befund - Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte
Die Malerei[15] an der Decke stammt von ca. 1734/36. Sie wurde 1993 restauriert.
Beschreibung und Ikonographie
Die Decke ist in zwei Hälften geteilt. In jeder befindet sich ein Ölgemälde im Stuckrahmen.
Habakuk mit dem Engel

Beschreibung und Ikonographie
In der westlichen Raumhälfte sieht man zwei Personen am Himmel: einen Engel und einen Mann. Es handelt sich um den Propheten Habakuk, der vom Engel am Kopf davongeführt wird. Habakuk trägt einen Krug und soll den in der Löwengrube gefangenen Daniel mit einer Mahlzeit versorgen.
Das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit

Beschreibung und Ikonographie
Das östliche zeigt einen Engel, der aus dem göttlichen Licht durch Wolken herabschwebt und ein geöffnetes Buch vorweist. Man liest „V[erbum] D[omini] M[anet] I[n] AE[ternum]“ – Das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit.
Der sog. Kaisersaal

Bau- und Ausstattungsgeschichte
Der Kaisersaal[17] wurde wohl 1734 vollendet. Er wurde 1901/02 restauriert und dabei stark verändert. 1973 und 2002 erfolgten weitere Restaurierungen.
Beschreibung
Der fünf Meter hohe Saal nimmt das westliche Viertel des Nordflügels ein und misst 16 auf 9,5 Meter. Er ist durch zwei Türen von Osten aus zu betreten. Zwischen ihnen steht ein Kamin. Gegenüber im Westen befinden sich fünf Fenster, nach Norden gehen drei und nach Süden ein Fenster sowie eine Tür. Zwischen beiden befindet sich eine Muschelnische.
Die Wände des Kaisersaals

Befund - Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte
Die Wandmalerei[18] wird auf die Zeit um 1734 datiert, da eines der Ölgemälde diese Jahreszahl trägt. 1901/02 wurden im Rahmen der Restaurierung des Saales größere Teile der Wandfresken durch A. Quensen aus Braunschweig ergänzt. Eine Bewertung der ursprünglichen Wandfresken ist nicht mehr möglich. Weitere Restaurierungen erfolgten 1973 und 2002.
Beschreibung und Ikonographie
Um den Raum läuft eine Sockelzone herum. Der Sockel nennt den kompletten Titel der Auftraggeberin mittels ihrer Wappen unter einem Fürstenhut. Zu den 19 Einzelwappen kommen der sächsische Rautenkranz, ihr Monogramm und das Gandersheimer Stiftswappen, alle ebenfalls unter je einem Fürstenhut.
Über dem Sockel sind in die Wand eingelassene polychrome Porträts in Öl auf Leinwand in vergoldeten Rahmen sowie Fresken in blau-schwarzer Malerei, die alt- und neutestamentliche Szenen und Fruchtgehänge (unter den großen Ganzkörperporträts) zeigen. Insgesamt werden 35 Porträts von Fürsten, Äbtissinnen und Kanonissen präsentiert. Ganzkörperporträts an der Westwand, auf die Eintretende zuerst blicken, sind Kaiser Karl VI. und seine Frau Elisabeth Christine. Links von Karl ist König Georg I. von Großbritannien zu sehen, der allerdings 1727 schon gestorben war. Rechts von Elisabeth Christine ist das Porträt von Friedrich Wilhelm I. in Preußen in die Wand eingelassen. Die beiden Könige waren Vasallen des Stiftes. An der Nordwand werden die Herzöge von Braunschweig und Lüneburg gezeigt, die Konservatoren und Vasallen des Stifts waren. Es handelt sich um Herzog Anton Ulrich – links – und August Wilhelm – rechts. An der Südwand gegenüber werden die Hildesheimer Bischöfe als Konservatoren des Stiftes Gandersheim gezeigt: die Kölner Kurfürsten Josef Clemens und Clemens August von Köln. An der Ostwand ist links der Eingangstür Herzog Ludwig Rudolph als Fürst von Blankenburg und ganz rechts neben der Eingangstür seine Gemahlin Christine Luise von Öttingen zu sehen. Es handelt sich um die Eltern der Kaiserin. In der Mitte der Ostwand zeigt sich die Landesfrau an prominenter Stelle über dem Kamin selbst. Das Bild von Elisabeth IV. Ernestine Antonie von Sachsen-Meinigen hat nicht nur einen herausgehobenen Platz, das Porträt hat auch das größte Format.
Hinzu kommen 24 Brustbilder aller Äbtissinnen seit Margarethe von Clum und ihrer Schwester, die sich erfolgreich im 16. Jahrhundert gegen die Mediatisierung des Stiftes wendete, bis hin zu Elisabeth IV. Ernestine Antonie. Hinzu kommen elf Porträts von Dekanissinnen und Kanonissinnen sowie zwei unbekannte Damen.
Die Fresken mit den Fruchtgehängen sind unter den ganzfigurigen Herrscherporträts zu sehen, die biblischen Szenen jeweils zwischen dem Sockel und den Bildern der Äbtissinnen, Dekanissinnen und Kanonissinnen sowie über den Türen. Sie zeigen Daniel in der Löwengrube, den guten Hirten, Noah und die Sintflut, die Ausgießung des hl. Geistes, Joseph, der die Träume des Pharaos deutet, die Opferung Isaaks, Jesus auf dem Weg nach Golgatha, Jona in Ninive, die Speisung der Fünftausend, Jakobs Kampf mit dem Engel, den Besuch der drei Engel bei Abraham, Christus und die Kinder, die Aufrichtung der ehernen Schlange, Johannes Evangelist, einen gestirnten Himmel, Christus im Schiff auf dem Meer, die Vertreibung aus dem Paradies, Jesu Tempelreinigung, Moses, der aus dem Felsen Waser schlägt, das letzte Abendmahl, Kain und Abel, die Kreuzigung, die Speisung des Elias durch Raben, Christi Himmelfahrt, Moses vor dem brennenden Dornbusch sowie die Verkündigung.
Über den Fenstern sowie der Tür an der Südseite sind Bibelsprüche zu lesen.
Programm
Es handelt sich um keinen Kaisersaal im eigentlichen Sinne. Der Name geht lediglich auf das Porträt von Karl VI. zurück. Vielmehr wird die regierende Fürstäbtissin Elisabeth IV. in ihrem Rang und im Rechtsgefüge präsentiert. Es handelt sich um die Selbstdarstellung einer lutherischen Landesfrau. Während alle ihre Bezugspersonen im Staatsporträt wiedergegeben sind, zeigt sich Elisabeth IV. Ernestine Antonie selbst als gebildete und den Wissenschaften verpflichte Frau.[19] Das Gemälde wurde von ihrem Hofmaler Johann Peter Harborg um 1743 geschaffen. Sie sitzt an einem Tisch zusammen mit ihren beiden Schoßhunden. Zwischen zwei Säulen hindurch erblickt man ihr Lustschloss Brunshausen. Hinter ihrem Rücken steht eine Reihe von Büchern, deren Titel ihren wissenschaftlichen Horizont abstecken. Über den Büchern sind antikisierende Statuetten zu sehen. Der Tisch vor ihr ist mit einem roten Behang bedeckt, der vermutlich zu einem Antependium gehört, das die Äbtissin zum 200jähringen Reformationsjubiläum selbst angefertigt und der Gandersheimer Stiftskirche gestiftet hatte. Auf dem Tisch werden ausgewählte Stücke ihrer Naturaliensammlung präsentiert. Ferner steht dort ein Klavichord mit aufgeschlagenem Notenbuch, hinter dem sich wiederum ein Band mit Kupferstichen befindet. Rechts davon erkennt man ein aufgeschlagenes Kästchen mit Münzen oder Medaillen. Die Auftraggeberin ist reich gekleidet mit teuren Stoffen und Spitze. Sie trägt einen üppig mit Hermelin besetzten Mantel sowie das blaue Schulterband des Stiftsordens und ist damit eindeutig als Äbtissin ausgezeichnet. Gleichzeitig stellt sie sich als Wissenschaftlerin und Künstlerin dar – was sie beides auch nachweislich war. Ihre Sammlung befand sich in dem für sie erbauten Lustschloss in Brunshausen, auf das sie verweist. Fürstäbtissin Elisabeth IV. wird damit als einzige als agierender Mensch und nicht nur als Funktionsträger gezeigt.
Die Decke des Kaisersaals

Befund - Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte
Das Deckengemälde dürfte wie der Saal 1734 vollendet gewesen sein. Es wurde 1901/02 von Adolf Quensen stark verändert und ist mehr oder minder eine Nachschöpfung nach Raffael.[20]
Beschreibung und Ikonographie
Ein Beschreibung oder Bewertung der ursprünglichen Malerei ist aufgrund der Veränderungen von 1901/02 nicht mehr möglich. Heute sieht man einen Sternenhimmel mit Wolken und kleinen Engeln sowie am Rand sieben Planetengötter nach Raphael, Tag und Nacht sowie Engel. In der Mitte ist das Auge Gottes dargestellt, umgeben von 12 Monatszeichen sowie einem Ring Cherubim.
Die ehemalige Bibliothek
Bau- und Ausstattungsgeschichte
1721 wurde in Gandersheim die Stiftbibliothek[21] mit Zustimmung des Generalkapitels neu gegründet. Sie fand ihren Platz in einem Raum des 1726-36 errichteten Nordflügels. Bereits 1818 wurde sie wieder abgerissen.
Beschreibung
Der große Raum – knapp zwei Drittel der Größe des Kaisersaals – hatte einen annähernd quadratischen Grundriss. Von Ost und West erhielt er durch je vier Fenster Licht. Der Eingang lag im Süden und erfolgte durch ein Kabinett von der Gemäldegalerie aus. An der Nordwand befand sich in der Mitte der Wand ein Kamin, über dem das Porträt der Landesfrau Elisabeth IV. zu sehen war. An den Wänden standen elf große Bücherschränke an der Wand, über denen jeweils das Porträt einer adeligen Person angebracht war. Eine Kommode in der Raummitte verwahrte eine Medaillen- und eine Kupferstichsammlung.
Die ehemalige Deckenmalerei der Bibliothek
Befund - Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte
Das Deckengemälde[22] von Johann Peter Harborg wurde zusammen mit dem Abbruch des Gebäudes zerstört und ist nur über eine Beschreibung bekannt.
Beschreibung und Ikonographie
Das Deckengemälde zeigte die Himmelfahrt Christi.
Deckenmalerei und Wandmalerei: Synthese
Die erhaltene Decken- und Wandmalerei der ehemaligen Fürstabtei in Bad Gandersheim ist in Deutschland einmalig. Nirgends hat sich in den ehemals 16 fürstlichen Damenstiften[23] Malerei in den ehemaligen Staatsgemächern und Appartements in dieser Fülle und Qualität erhalten. In diesen Damenstiften herrschten Frauen als souveräne Landesfrauen aus eigenem Recht. Die Herrschaft von Männern war ausgeschlossen.[24]
Bemerkenswert erscheint, dass die Deckenmalerei ein ausdrücklich theologisches Programm hat, obwohl sich die Fürstäbtissinen als weltliche Herrscherinnen sahen. Tugenden werden nicht mit Allegorien oder Personifikationen aus der (heidnischen) Mythologie oder nach der Iconologia von Cesare Ripa verbildlicht, sondern mit Exempeln aus der Bibel. Hier äußert sich das typisch lutherische Verständnis der „Sola Scriptura“. Die zweite Ebene, die in allen Räumen anzutreffen ist, ist das fürstlich-dynastische Selbstverständnis der Auftraggeberin Elisabeth IV. Ernestine Antonie. Verweise auf ihre hochfürstliche und fürstliche Verwandtschaft finden sich sowohl in ihrem Audienzzimmer, als auch im Hauptsaal, wo sie sich mit ihrem gesamten Titel bildlich darstellen lässt.
Die erhaltene Decken- und Wandmalerei ist so ein ideales Exempel einer geistlichen Residenz – unabhängig vom Geschlecht des Souveräns, das keine Rolle spielt.
Bibliographie
- Literatur:
- Beckmann, Stiftsdamen, 2013. – Beckmann, Inke: Stiftsdamen im Bildnis. Die Porträtgalerie im Kaisersaal zu Gandersheim. In: Röckelein, Hedwig (Hrsg.): Der Gandersheimer Schatz im Vergleich. Zur Rekonstruktion und Präsentation von Kirchenschätzen. Regensburg 2013, S. 221-247.
- Erck, Elisabeth Ernestine Antonia, 2004. – Erck, Alfred: Prinzessinnen als Stiftsdamen. Elisabeth Ernestine Antonia von Sachsen-Meiningen. In: Scheurmann, Konrad/Frank, Jördis (Hrsg.): Katalog in zwei Bänden und Essayband zur 2. Thüringer Landesausstellung „NEU ENTDECKT / Thüringen Land der Residenzen 1485-1918“ Schloss Sondershausen, 14. Mai – 3. Oktober 2004, Band 1. Mainz 2004, S. 380-385.
- Goetting, Gandersheim, 1973. – Goetting, Hans: Das Bistum Hildesheim 1. Das reichsunmittelbare Kanonissenstift Gandersheim (Germania Sacra N.F. 7, 1). Berlin 1973.
- Hankel, Damenstifte, 1996. – Hankel, Hans Peter: Die reichsunmittelbaren evangelischen Damenstifte im Alten Reich und ihr Ende. Eine vergleichende Untersuchung (Europäische Hochschulschriften Reihe III, Geschichte und Ihre Hilfswissenschaften, 712). Frankfurt a.M. u.a. 1996.
- Königfeld, Bibliothek, 2016. – Königfeld, Peter: Die Bibliothek des Reichsstiftes Gandersheim zur Zeit der Fürstäbtissin Elisabeth Ernestine Antonie von Sachsen-Meiningen (1713-1766 – Bildung und Repräsentation an einem Fürstenhof im 18. Jahrhundert. In: Barock-Nachrichten 43,2 (2016), S. 197-237.
- Kronenberg, Kroll, 2005. – Kronenberg, Axel Christoph: Johann Anton Kroll von Freyen – Oberhofmeister des Reichsstiftes Gandersheim. In: Die Kurzeitung Bad Gandersheim (2005,2), S. 10-11.
- Kronenberg, Gandersheim, 1969. – Kronenberg, Kurt: Gandersheim. Das Reichsstift und seine Kunstwerke (Große Baudenkmäler, 243). München/Berlin 1969.
- Kronenberg, Stiftsgebäude, 1961. – Kronenberg, Kurt: Kronenhaus und Kaisersaal. Gandersheimer Stiftsgebäude einst und jetzt. Bad Gandersheim 1961.
- Kühne, Audienzgemach, 1908. – Kühne, Alfred: Das Audienzgemach in der Abtei Gandersheim. In: Gandersheimer Chronikblätter 11,3 (1980), S. 36-37.
- Laß, Landesfrau, 2022. – Laß, Heiko: Die souveräne Landesfrau. Zur Selbstdarstellung von (Fürst-) Äbtissinnen im Alten Reich. In: Strunck, Christina/Maier, Lukas (Hrsg.): Statusfragen. Neue Forschungen zu Herrscherinnen der Frühen Neuzeit in intersektionaler Perspektive / Rank Matters. New Research on Female Rulers in the Early Modern Era from an Intersectional Perspective. Erlangen 2022, S. 281-308.
- Pfeiffer, Kaisersaal, 1976. – Pfeiffer, Hans: Der Kaisersaal in der ehemaligen Abtei Gandersheim. In: Braunschweigisches Magazin 16 (1976), S. 113-117.
- Popp, Gandersheim, 2012. – Popp, Christian: (Bad) Gandersheim – Kanonissenstift (Reichsstift). In: Dolle, Josef (Hrsg.): Niedersächsisches Klosterbuch. Verzeichnis der Klöster, Stifte, Kommenden und Beginenhäuser in Niedersachsen und Bremen von den Anfängen bis 1810 (Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen, 56,1). Bielefeld 2012, S. 433-450.
- Sinramm, Kaisersaal, 1976. – Sinramm, Erich: Der Kaisersaal zu Bad Gandersheim und seine Gemälde. Bad Gandersheim 1976.
- Steinacker, Gandersheim, 1910. – Steinacker, Karl (Bearb.): Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Gandersheim (Die Bau- und Kunstdenkmäler des Herzogthums Braunschweig, 5). Wolfenbüttel 1910.
- Thieme-Becker, Bd. 29, 1935. – Vollmer, Hans (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker, Bd. 29. Rosa - Scheffauer. Leipzig 1935.
- Zahlten, Bildprogramme, 1977. – Zahlten, Johannes: Bildprogramme als Bildungsprogramm. Ein Porträt der Gandersheimer Äbtissin Elisabeth Albertine Antonie von Sachsen-Meiningen und ihr Schloß in Brunshausen. In: Niederdeutsche Beiträge zur Kunstgeschichte 16 (1977), S. 69-82.
- Zahlten, Kirchenschatz, 2000. – Zahlten, Johannes: Zu Kirchenschatz und Kunstbesitz des Reichsstifts Gandersheim. In: Das Gandersheimer Runenkästlein. Internationales Kolloquium Braunschweig 24.-26. März 1999. Braunschweig 2000, S. 139-151.
- Archivalien:
- Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Sammlung der Restaurierung: 031-6218-002.01 (1.1).
- Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Sammlung der Restaurierung: 031-6539-003-02 (6).
Einzelnachweise
- ↑ Popp, Gandersheim, 2012; Beckmann, Stiftsdamen, 2013, S. 225-226; Zahlten, Kirchenschatz, 2000, S. 147; Hankel, Damenstifte, 1996, S. 41-48; Goetting, Gandersheim, 1973, S. 51–53, 56, 132-144, 346-347, 356-357; Kronenberg, Kunstwerke, 1969; Kronenberg, Stiftsgebäude, 1961; Steinacker, Gandersheim, 1910, S. 171-184. Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Sammlung der Restaurierung: 031-6539-003-02 (6).
- ↑ Erck, Elisabeth Ernestine Antonia, 2004; Zahlten, Kirchenschatz, 2000, S. 141; Goetting, Gandersheim, 1973, S. 356-357.
- ↑ http://www.deckenmalerei.eu/5a96e7cf-c9ff-4edc-8f48-695a527c2807
- ↑ Goetting, Gandersheim, 1973, S. 56; Thieme-Becker, Bd. 29, 1935, S. 75.
- ↑ Kronenberg, Kroll, 2005.
- ↑ Zahlten, Kirchenschatz, 2000, S. 142; Steinacker, Gandersheim, 1910, S. 171.
- ↑ Königfeld, Bibliothek, 2016, S. 200-201; Zahlten, Kirchenschatz, 2000, S. 147-150; Hankel, Damenstifte, 1996, S. 41-48; Goetting, Gandersheim, 1973, S. 51–53; Kronenberg, Stiftsgebäude, 1961; Steinacker, Gandersheim, 1910, S. 172–185.
- ↑ Zahlten, Kirchenschatz, 2000, S. 147; Kühne, Audienzgemach, 1980; Steinacker, Gandersheim, 1910, S. 178-179. Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Sammlung der Restaurierung: 031-6218-002.01 (1.1).
- ↑ 9,0 9,1 Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Sammlung der Restaurierung: 031-6218-002.01 (1.1).
- ↑ Kühne, Audienzgemach, 1980, S. 36; Steinacker, Gandersheim, 1910. S. 179.
- ↑ Kühne, Audienzgemach, 1980; Steinacker, Gandersheim, 1910. S. 179.
- ↑ Zahlten, Kirchenschatz, 2000, S. 147; Steinacker, Gandersheim, 1910, S. 179. Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Sammlung der Restaurierung: 031-6218-002.01 (1.1).
- ↑ Zahlten, Kirchenschatz, 2000, S. 147. Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Sammlung der Restaurierung: 031-6218-002.01 (1.1).
- ↑ Zahlten, Kirchenschatz, 2000, S. 147; Steinacker, Gandersheim, 1910, S. 179-180. Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Sammlung der Restaurierung: 031-6218-002.01 (1.1).
- ↑ 15,0 15,1 Steinacker, Gandersheim, 1910, S. 180. Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Sammlung der Restaurierung: 031-6539-003-02 (6).
- ↑ Zahlten, Kirchenschatz, 2000, S. 147; Steinacker, Gandersheim, 1910, S. 180.
- ↑ Zahlten, Kirchenschatz, 2000, S. 142-143; Pfeiffer, Kaisersaal, 1976; Sinramm, Kaisersaal, 1976; Steinacker, Gandersheim, 1910, S. 180-184. Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Sammlung der Restaurierung: 031-6218-002.01 (1).
- ↑ Beckmann, Stiftsdamen, 2013; Zahlten, Kirchenschatz, 2000, S. 142-143; Sinramm, Kaisersaal, 1976; Steinacker, Gandersheim, 1910, S. 181-183.
- ↑ Beckmann, Stiftsdamen, 2013, S. 233-235; Zahlten, Bildprogramme, 1977, S. 69-72.
- ↑ Beckmann, Stiftsdamen, 2013, S. 227-228; Steinacker, Gandersheim, 1910, S. 180.
- ↑ Zahlten, Kirchenschatz, 2000, S. 147-150; Königfeld, Bibliothek, 2016, S. 200-201.
- ↑ Königfeld, Bibliothek, 2016, S. 201; Zahlten, Kirchenschatz, 2000, S. 150.
- ↑ Baindt, Buchau, Burtscheid, Essen, Gandersheim, Gernrode, Gutenzell, Heggbach, Herford, Lindau, Quedlinburg, Regensburg Obermünster, Regensburg Niedermünster, Rottenmünster, Söflingen, Thorn.
- ↑ Laß, Landesfrau, 2022.